Es tut sich was bei 1&1

Bereits vor einiger Zeit schrieb ich hier, dass die Technik bei 1&1 nicht so will, wie sie eigentlich sollte. Nun, gestern bekamt ich auf eine fast 10 Tage alte Mail an den Support eine Antwort, die mal wieder aus den üblichen Textbausteinen bestand und nur scheinbar auf die eigene E-Mail einging.

Genug war genug – also rief ich direkt in Montabaur an und habe mich im Vorstandssekretariat beschwert – genauer: Ich wollte mich da beschweren, allerdings bin ich nicht durchgekommen, da wohl schon der Feierabend erreicht war. Die freundliche Dame an der Telefonzentrale hat meine Daten aufgenommen und heute erhielt ich den Rückruf. Nicht vom Vorstand, nicht vom Vorstandssekretariat, aber von einem Techniker, der – wie es mir schien – zur seltenen Spezies des kompetenten Leute bei 1&1 gehört. Und der laut eigener Aussage wegen meiner Beschwerde dem Vorstand berichten müsse.

Wie dem auch sei: Mir wurde versprochen, dass die neuen IP-Bereiche 89.14.x.x jetzt endlich auch in Nameserver und Newsserver eingetragen und als berechtigt freigeschaltet werden. Na, wollen wir doch mal hoffen, dass es sich jetzt wirklich nur noch um Stunden bis wenige (maximal 3) Tage handelt, bis ich endlich meinen geliebten news.online.de wiederbekomme 🙂

Übrigens: Als Hintergrund wurde angegeben, dass das Angebot 3DSL viel erfolgreicher war, als vom Unternehmen geplant. Innerhalb von nur vier Wochen wurden den Angaben zufolge über 100.000 neue DSL-Kunden gewonnen, zuzüglich sehr vieler Bestandskunden, die in den neuen Tarif gewechselt sind (auch solche, die eigentlich noch eine längere Vertragsbindung in teureren älteren Tarifen hatten – um auch mal eine positive Seite bei 1&1 zu nennen).

Ergänzung 16:15 Uhr: Der Newsserver tut jetzt auch, wenn man IP-Adressen 89.14.x.x zugewiesen bekommt. Endlich und Danke an Herrn T. von 1&1.

MediaMarkt – wohl doch blöd gelaufen

Wie bei Heise zu lesen ist, scheint die Gerechtigkeit doch zu siegen: Der MediaMarkt und sein ach so toller Anwalt Steinhöfel haben endlich einen – wenn auch nur kleinen – Riegel vorgeschoben bekommen. Es wird dabei die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung zietiert: >das Gericht [Landgericht München, A. Pothe] habe in sechs Verfahren Anträge von Media-Märkten auf einstweilige Verfügungen als „missbräuchlich und damit unzulässig“ zurückgewiesen. Das Gericht unterstütze die abgemahnten Online-Händler in ihrer Ansicht, die Tochter des Metro-Konzerns versuche sie mit Hilfe des Wettbewerbsrechtes zu schikanieren und Kosten aufzubürden. Beim Vorgehen der Media-Märkte dominiere das „Gebührenerzielungsinteresse“<

Zu meinem allergrößten Bedauern scheint es aber andere Gerichte zu geben, die keine geschäftliche Massenabmahnung zum Zweck der Gebührenerzielung erkennen wollen – schließlich sei (fast?) jeder MediaMarkt mit einer eigenen Gesellschaft ausgestattet.

Ich habe für mich jedenfalls beschlossen, um den MediaMarkt bis auf weiteres einen großen Bogen zu machen, da mir deren Machenschaften überhaupt nicht gefallen. Allerdings fällt mir das auch nicht sonderlich schwer, da ein Synonym für diese Kette ja sowieso TeuerMarkt ist – die Angebote, wo MediaMarkt auch nur halbwegs mit anderen regionalen wie überregionalen Anbietern mithalten kann, muss man mit der Lupe suchen. Meist aber gibt es die gewünschten Produkte woanders günstiger, teilweise sogar deutlich günstiger. Und entsprechend selten habe ich überhaupt einen solchen Laden besucht und noch seltener dort was gekauft (eigentlich nur dann, wenn ich etwas dringend brauchte und er das einzige Geschäft vor Ort war, der den Artikel vorrätig hatte).

Gewinnspielservice Hamburg

„Guten Tag – Sie haben gewonnen! Sie sind in diesem Monat ausgelost worden, zwei mal auf unsere Kosten Lotto zu spielen! Das ganze ist für Sie kostenlos. Sie müssen nur nach dem Signalton kurz ‚Ja‘ sagen und dranbleiben. Auch dieses Telefonat ist natürlich für Sie kostenlos! Achtung, jetzt kommt der Signalton *piep*“ – So klang es heute Abend um 18:42 Uhr an meinem Telefon. Die Rufnummer wurde vom Anrufcomputer natürlich unterdrückt.

Da ich sowieso mal eine kleine Pause brauchte, bin ich einfach mal drangeblieben und habe ‚Ja‚ in das Telefon gehaucht. Jetzt sollte man meinen, dass man schnell bedient wird – doch nicht bei diesem Telefon-Spamer. Da wartet man geschlagene zwei Minuten, bevor sich am anderen Ende jemand meldet. Das war (angeblich) eine Frau Krüger vom Gewinnspielservice Hamburg: „Gewinnspielservice Hamburg – mit wem spreche ich bitte?“ – „Müller, mein Name. Wer sind Sie bitte?“ – „Ich bin Frau Krüger vom Gewinnspielservice Hamburg“ – „Nein, ich meine, wo sitzen Sie? Sie müssen doch eine Adresse haben“ – *klack*

Ich muss meine Strategie noch ändern, um an die Adressen der Spamer zu kommen, um rechtliche Schritte einleiten zu können.

Alternativ wäre es eine Überlegung wert, die Telefonbucheinträge löschen zu lassen. Aber ob es das wirklich bringt?

Tschüss Roxio – Willkommen Nero!

Ich habe immer gern mit WinOnCD gearbeitet. Dieses Brennprogramm lag in der Version 3 meinem ersten CD-Brenner bei, einem Mitsumi mit DoubleSpeed (hach, waren das noch Zeiten). Später erwarb ich ein Upgrade auf die Version 5 Pro, für einen rein privat genutzten Rechner holte ich mir die Gratis-Version WinOnCD 6 PE.

Nun sollte auf einem neuen PC auch eine neue Brennsoftware zum Einsatz kommen. Da ich WinOnCD schon gewohnt war, entschied ich mich für eben dieses Programm in der neuen Version 9. Doch halt, was ist das? „Internetverbindung erforderlich für Softwareaktivierung“ ist auf der Verkaufverpackung zu lesen. Wie jetzt? Nun soll auch ein Brennprogramm schon Zwangsaktiviert werden? Ohne Möglichkeit, dieses auch noch zu machen, sollte der Hersteller mal seine Pforten schließen?

Nein danke. Da habe ich lieber 5 EUR mehr ausgegeben und NERO 7 Premium Reloaded erworben. Nicht nur, dass diese Software nicht aktiviert werden muss (also auch nach einer möglichen, wenn auch hoffentlich nie eintretenden Insolvenz des Herstellers noch funktioniert) nein, in diesem Programm fühlt man sich auch noch sofort heimisch. Ohne Eingewöhnungsschwierigkeiten habe ich mich sofort zurechtgefunden, und – anders als WinOnCD in den Version 5 und 6 – hat dieses Programm meine Vorlieben auch sofort abgespeichert und mir beim nächsten Brennvorgang als Standard vorgegeben. Kein Wunder also, dass in vielen Zeitschriften bei einem direkten Vergleich der beiden Konkurrenten meistens Nero als Sieger hervorgeht.
Vielleicht hätte Roxio allen Komfort, den Nero bietet, mit WinOnCD 9 auch geboten – dank des Aktivierungszwangs (frei nach dem Motto: Der Ehrliche ist der Dumme) kann ich es nicht testen, da der Wettbewerb mich nicht derart einschränkt. Andere Mütter haben eben auch schöne Töchter.

1&1 und das Versuchskaninchen namens Kunde – Teil 2

Schon am 12. Oktober schrieb ich einen Artikel darüber, dass 1&1 seine Kunden als Versuchskaninchen benutzt. Die letzten Tage lief es ja – Gott sei Dank – einwandfrei. Ich bekam immer IP-Adressen aus den Bereichen 89.13.x.x und 89.12.x.x, wo es nie Probleme gab.

Tja, und heute? 89.14.x.x – und nichts läuft. Macht 1&1 das, um mich zu ärgern, oder sind die Techniker in dem Haus einfach nur unfähig? Ich vermute letzteres, das Unternehmen ist scheinbar zu groß geworden und Qualitätsmanagement zu teuer. Anders lässt sich diese massive Häufung an Problemen nicht mehr erklären.
So langsam komme ich zu dem Punkt, dass ich diesen Provider nicht mehr empfehlen kann, denn sowas darf höchstens ein mal für wenige Stunden in zwei Jahren vorkommen, aber nicht derart häufig, wie es 1&1 derzeit macht.

Update 01.11.: DNS läuft heute auch mit einer 89.14.x.x-IP, aber haufenweise Packetloss, womit das Internet praktisch unbenutzbar ist. Und der Newsserver meint auch abwechslungshalber mal wieder, mir als Kunden keine Gruppen anbieten zu müssen. Das kennen wir doch alles schon! Nun ja, mit der „Zwangsvorwahl“ für den Telekom-Backbone läuft es noch. Dafür gibt es da halt die regelmäßigen, providerseitigen Trennungen, allein heute hatte ich schon 30 Verbindungsabbrüche 🙁

E-Mails kosten nichts

Dass E-Mails viel zu billig sind (nämlich nahezu kostenlos), merkt man an dem vielen Spam. Und derzeit ist es schlimmer denn je, es kommt einem so vor, als würde über 99% des derzeitigen E-Mail-Verkehrs Spam sein.

Ich selbst bekomme davon nicht sehr viel mit, da der überwiegende Teil (ca. 98%) an Spam, Phishing-Mails, Würmern und Trojanern bereits auf meinem Mailserver abgefangen, d. h. geblockt oder umweltverträglich entsorgt werden. Wenn ich dann aber mal in das Logfile des Mailservers schaue, dann frage ich mich regelmäßig, wie die Spamer auf solche merkwürdigen Konstrukte an E-Mail-Adressen kommen. Hier mal eine kleine Liste, was mir nur innerhalb der letzten zwei Stunden an bespamten Zieladressen aufgefallen ist, die allesamt nicht existieren noch jemals existierten: pport@modellbahnverwaltung.de, utveamk@pothe.de, vorname.nachname@pothe.de, janhoch@pothe.de, kotikj@pothe.de, securitas@pothe.de, ktyking@pothe.de, ilovetoni@pothe.de, heidivoske@pothe.de und noch ca. 100 andere.

Scheinbar wird versucht, mit irgendwelchen unsinnigen Empfängeradressen irgendjemanden am anderen Ende zu erreichen – es gibt offensichtlich noch immer zuviele Personen, die sogenannte „Catch-All-Adressen“ eingerichtet haben, d. h. die sämtliche E-Mails in ein Postfach einliefern, welche an beliebige Namen innerhalb ihrer Domains geliefert werden. Sowas habe ich nicht, und werde jedesmal, wenn ich das Logfile des Mailservers betrachte, in meiner Ansicht bestätigt, dass diese Catch-All-Adressen überflüssig sind wie ein Kropf.

Andererseits ist es doch sehr erstaunlich, wie lange sich einmal genutzte, aber nicht mehr existente E-Mail-Adressen in Spamerkreisen halten: Nur im Zeitraum 09.09.1999 bis 28.06.2000, also gerade einmal etwas über neun Monate, wurde von mir im Usenet die Adresse control@modellbahnverwaltung.de genutzt, danach wurde sie von mir deaktiviert und nie wieder verwendet. Allein am heutigen Sonnabend (Zeitraum: 00:00 bis 16:00 Uhr) wurde versucht, an diese seit über 6 (in Worten: sechs) Jahren nicht mehr existente Adresse 547 Spams zuzustellen – was aufgrund von Spamfiltern oder letztlich spätestens an der Nichtexistenz dieser Adresse scheiterte.

Und während ich das hier schrieb, lief im Hintergrund das Logfile mit und kam kaum dazu, zu verschnaufen…

Unterstützt Schlund & Partner Spamer? – Teil 2

Gestern fragte ich noch, ob Schlund & Partner / 1&1 durch die Anwendung von SRS Spamer unterstützt. Die Frage ist noch nicht geklärt, es ist ja Wochenende. Und da wäre es ja zuviel verlangt, wenn Serveradministratoren arbeiten würden (nur für diejenigen, die es nicht verstanden haben: Der Satz war ironisch gemeint).
Durch Zufall lese ich heute, dass GMX auch zu den Anbietern gehört, die SPF-Einträge unterstützen. Da ich ja u. a. die Domain pothe.com mit einem SPF-Record „geschützt“ habe, wollte ich das doch gleich mal ausprobieren. Also von zwei Servern E-Mails eingeliefert, von einem „erlaubten“ und von einem „unerlaubten“. Siehe da: Der erlaubte Server konnte erfolgreich zustellen, beim unerlaubten Server kam die erhoffte Ablehnung der Mail:

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Unterstützt Schlund & Partner Spamer?

Von einem Unternehmen wie Schlund & Partner, welches zu United Internet gehört und damit ein Schwesterunternehmen von 1&1 ist (und für dieses auch viele Dienstleistungen übernimmt, z. B. werden für die 1&1-Kunden Mailserver bereitgestellt), erwartet man, dass keine Spamer unterstützt werden. Man sollte auch davon ausgehen, dass dort aktiv gegen die Versendung von (illegaler) Werbung, Viren, Trojaner, Phishing-Mails und Malware vorgegangen wird.

Leider ist das nicht so, im Gegenteil, dieses Unternehmen unterstützt den Versand dieser Schad-E-Mails sogar, indem es ein Spamschutzverfahren aushebelt! Ich hoffe sehr, dass das nur unbewusst geschehen ist und sich in Kürze ändern wird. Unterstützt Schlund & Partner Spamer? weiterlesen

Getrocknete Schweineohren

Der Amtsschimmel hat mal wieder gewiehert: Das in einem ordentlichen Staat viel geregelt werden muss, ist klar. Aber was sich das Bundesministerium der Finanzen vor ein paar Tagen leistete, stellt vieles in den Schatten: Es wurde festgelegt, dass getrocknete Schweineohren mit dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 7% gehandelt werden – unter der Bedingung, dass diese vom Menschen genießbar sind. Dann gilt das aber auch, wenn sie als Tierfutter verkauft werden.

Sind die getrockneten Schweineohren dagegen nicht vom Menschen genießbar, wohl aber noch für Tierfutter geeignet, muss der volle Mehrwertsteuersatz von 16% bzw. demnächst 19% erhoben werden. Nachzulesen ist das in dieser Veröffentlichung.

Matthias meint dazu nur trocken: Das Knabbern am Ohr des Partners ist zum Glück steuerfrei. 🙂

GEZ kommt die Computergebühr

Die DPA schreibt heute: „Für Computer mit der Möglichkeit zum Fernsehempfang soll künftig eine GEZ-Gebühr von 5,52 Euro monatlich erhoben werden.“ (Siehe Artikel auf dem Arcor-Newsserver). Das ist falsch. Vielmehr ist für diese Computer die Fernsehgebühr in Höhe von 17,03 EUR zu zahlen.

Richtiger schreibt Heise: “ Trotz zahlreicher Proteste haben die Ministerpräsidenten der Länder am heutigen Donnerstag die Einführung einer Rundfunkgebühr für Internet-fähige Computer und Mobiltelefone beschlossen. Die Gebühr soll ab dem 1. Januar 2007 erhoben werden und 5,52 Euro pro Monat betragen.“ (ganzen Artikel lesen).

Damit haben die Ministerpräsidenten mal wieder bewiesen, wie unfähig sie sind. Es ist unglaublich, dass sie jeden Computer als neuartiges Rundfunkgerät verstehen. Jedenfalls bin ich gespannt, ob ich denn demnächst auch als neuartige Rundfunkanstalt anerkannt werde, wo ich doch selbst zu dem neuartigen Rundfunkmedium namens Internet beitrage…