Googles Näherungswerte

Bei der Suche innerhalb Google Maps bin ich auf einen Eintrag der Palliativstation des Kreiskrankenhauses Hameln gestossen. Der Eintrag auf der Karte ist gemäß Angabe Googles ein Näherungswert. Nun ja, knapp daneben ist halt auch vorbei:

Google: Knapp daneben

Übrigens: Eine Routenplanung von der Hamelner Ortsmitte zur Paliativstation des Hamelner Krankenhauses ergab eine Strecke von 181 km bei 2:29 Stunden Fahrzeit…

BTW: Wenn das OpenStreetMap-Projekt weiterhin solche Fortschritte macht wie bisher, brauchen wir Google Maps bald nicht mehr.

Preisgestaltung made by Škoda

Škoda hat auf dem Genfer Autosalon den neuen Superb vorgestellt. Dieses Auto kenne ich nur von Bildern und den bislang veröffentlichten Daten; so habe ich z. B. auch noch nicht herausgefunden, ob er mit einem Tagfahrlicht ausgestattet ist (also separate Reflektoren wie bei Audi, die „Licht am Tag“-Funktion, bei der Abblendlicht und Rückleuchten in Betrieb sind, meine ich ausdrücklich nicht).

Leider ist für dieses Fahrzeug auch noch keine Preisliste verfügbar. Also orientiert man sich an der Preisliste des bisherigen Škoda Superb. Und da findet man lustige Sachen in der Aufpreisliste:

Solardach: 1095 €
Heckrollo: 110 €
SunSet-Verglasung: 205 €

Ach, und dann gibt es noch das Paket „Sun“. Dieses enthält die obigen Einzelkomponenten Solardach, Heckrollo und SunSet-Verglasung. Und kostet als Paket 870 €. Merkwürdige Preisgestaltung.

Lustige Suchbegriffe

Für einen Websitebetreiber ist es immer wieder interessant, wie die Besucher zu einem gefunden haben. Gottseidank sind die meisten Internetbrowser standardmäßig recht geschwätzig und teilen den Webservern mit, welche Seite sie zuletzt angezeigt haben (und zwar, ohne darum vom Server gebeten zu werden, es handelt sich also nicht um irgendwelche „dirty tricks“ auf meinen Seiten).

Sehr oft wird man über Suchmaschinen wie Google gefunden, wobei teilweise die wildesten Suchbegriffe eingegeben werden. Heute bin ich mal wieder in meinen Serverstatistiken über einen solchen, merkwürdig anmutenden Suchbegriff gestolpert: Die Anfrage bei Google lautete „xxx pool“ – der Besucher hat also ganz offensichtlich pornographisches Material gesucht, was bei mir aber nicht angeboten wird. Des Rätsels Lösung: Im Jahr 2006 schrieb ich den Beitrag „1&1 und das Versuchskaninchen namens Kunde„. In diesem Beitrag reichte der (Teil-) Satz „eine IP aus dem Pool der Telekom (xxx.t-dialin.net)“ aus, um bei dem gestellten Suchbegriff immerhin auf Platz 2 der Google-Suche zu landen. Der erste Link auf ein Porno-Angebot gab es heute übrigens auf Platz 3 😉

Licht aus! – Fernseher an!

Jaja. Die BILD-Zeitung hatte mal wieder eine grandiose Idee: Sie fordert die Bürger auf, für unser Klima das Licht auszuschalten, und zwar am Sonnabend, 08.12.2007 von 20:00 Uhr bis 20:05 Uhr.

Greenpeace und der BUND finden das natürlich ganz toll – scheinbar aber auch der Fernsehsender ProSieben. Der Aufruf auf der Webseite wird so formuliert:

Mitmachen kann jeder: Alle Privathaushalte in Deutschland, aber auch Städte, Gemeinden, Unternehmen, Vereine und Organisationen. Die Teilnehmer können beispielsweise Fassaden-, Zimmer-, Landschafts- oder Weihnachtsbeleuchtungen abschalten. Für die Sicherheit notwendiges Licht, etwa Straßen- oder Notbeleuchtungen, bleibt natürlich eingeschaltet.

Aber es geht noch weiter: Scheinbar ist das Licht, welches ein handelsübliches Fernsehgerät ausstrahlt, sehr sehr wichtig für die Sicherheit. Wie sonst lässt sich „ProSieben wird am 8. Dezember live über die Aktion berichten“ erklären?

Ich rufe dagegen zu einer anderen Aktion auf:

Fernseher aus! Für unser Klima. Mitmachen kann jeder. Die Teilnehmer können beispielsweise Röhrenfernseher, TFT- oder Plasmabildschirme wie auch TV-Beamer abschalten. Fernsehapparate, auf denen ProSieben nicht läuft, bleiben natürlich eingeschaltet.

Zwiebelmettwurst ohne Zwiebeln

Ich war heute beim ALDI. Und da habe ich mir eine „Tillman’s frische Schinken-Zwiebelmettwurst“ gekauft – einfach mal so zum probieren. Sie schmeckt auch recht lecker, trotz des Deppenapostrophs. Nur während der Einnahme des Abendessens studierte ich das Etikett der Zwiebelmettwurst. Was ich jedoch vermisse, sind die Zwiebeln.

Tillman's Zwiebelwurst ohne Zwiebeln

Zwiebeln – verzweifelt gesucht!

Rechts ist da, wo der Daumen links ist

Hallo, liebe Deutsche Bahn,

die S5 von Hannover nach Hameln/Paderborn hat in der Bismarckstraße eigentlich immer so gehalten, dass man in Fahrtrichtung LINKS aussteigen muss. Verwirre doch deine Fahrgäste nicht, indem du -anders als früher- auf einmal sagst, man möge RECHTS aussteigen. Da fällt man nämlich in ein tiefes Loch.

Oder liegt das daran, dass die Ansage mit einer weiblichen Stimme durchgeführt wird? Frauen sagt man ja nach, dass sie zu einem nicht geringen Teil eine Rechts-Links-Schwäche haben…

Jetzt bitte wenden

Da fährt man nichts ahnend auf der A5 Richtung Frankfurt, als man mitten im Homburger Kreuz (wo man auf die A661 Richtung Offenbach abbiegen soll) von seinem Navigationssystem aufgefordert wird: „Jetzt bitte wenden! Danach weiter auf die A661 nach Offenbach“.

Hallo? „Jetzt bitte wenden!“? Auf der Autobahn?

Das Kreuz mit dem Komma

Ein (Frage-)Satz, vier Varianten, vier Bedeutungen:

Er will sie nicht?
Er, will sie nicht?
Er will, sie nicht?
Er will sie, nicht?

Gefunden in einer Signatur in der Newsgroup de.comp.lang.java

Mehrwertsteuer? Das kommt 1&1 teuer!

Wie ja jeder von uns mitbekommen hat, ist in Deutschland der allgemeine Umsatzsteuersatz von 16% auf 19% gestiegen. Perfide ist diese Erhöhung, wenn sie rückwirkend wirkt, also in allen Fällen von Dauerschuldverhältnissen. Diese gelten nämlich vor dem Gesetz als am letzten Tag ihrer Gültigkeit als erbracht. Hat man also eine Rechnung über z. B. Hosting einer Website im Mai 2006 für den Zeitraum 05.06 – 04.07 erhalten, wurde diese damals mit 16% fakturiert. Da dieses Schuldverhältnis aber erst 2007 endet, gilt die Leistung als 2007 erbracht, muss also mit 19% nachfakturiert werden. Immerhin erlaubt „Vater Staat“ ausnahmsweise die Splittung dieser Leistungen per Jahreswechsel, d. h. der bereits 2006 erbrachte Anteil darf weiterhin mit 16% fakturiert werden, nur für den 2007er Anteil müssen 19% an die Bundesrepublik Deutschland abgeführt werden.

Der Unternehmer hat in einem solchen Fall zwei Möglichkeiten, wie er damit umgeht: Er könnte alles beim Alten lassen und zahlt die Differenz zwischen 16% und 19% für das Jahr 2007 aus der eigenen Tasche. Oder aber er schreibt seinen Kunden neue Rechnungen und belastet den Differenzbetrag nach.

Der kluge Unternehmer würde ökonomisch denken und das jeweils geringere Übel nehmen: Bei Beträgen, für die der Verwaltungsaufwand (z. B. Versandkosten, Inkassokosten) höher als der Differenzbetrag ist, wird dieser Unternehmer die drei Prozentpunkte aus eigener Tasche zahlen und den Kunden in Ruhe lassen. Nur bei deutlich höheren Beträgen würde der Kunde nachbelastet werden (was im Übrigen nichteinmal zu einem außerordentlichen Kündigungsrecht des Kunden führt, außerdem kann der Kunde der Rechnung in den meisten Fällen auch nicht widersprechen, wenn diese vor Bekanntgabe der Umsatzsteuererhöhung erstellt wurde).

1&1 scheint nicht zur Gruppe der klugen Unternehmen zu gehören. Mehrwertsteuer? Das kommt 1&1 teuer! weiterlesen

Auch auf den Autobahnen

Der Winter ist da! Und mit ihm folgende Meldung im Verkehrsfunk des NDR, die in ähnlicher Form wohl auch in anderen Bundesländern und Sendeanstalten zu hören sein dürfte: „In ganz Niedersachsen ist mit teils extremer Straßenglätte zu rechnen. Das gilt auch auf den Autobahnen.“ – Hallo? Wieso auch auf den Autobahnen? Leider hat es noch keiner beim NDR geschafft, mal zu erklären, warum die Autobahnen nicht betroffen sein sollten – und somit freue ich mich darauf, irgendwann vielleicht doch noch mal zu hören: „In ganz Niedersachsen ist mit teils extremer Straßenglätte zu rechnen. Das gilt jedoch nicht auf den Autobahnen.