Die Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung

 

Ich habe eine Gesellschaft nach dem GmbH-Gesetz gegründet, die u. a. zukünftig auch den Vertrieb meiner Software übernehmen wird. Damit andere, die ähnliches vorhaben, einen Einblick bekommen, wie die Gründung heutzutage ablaufen kann – auch im zeitlichen Hinblick – habe ich hier einmal aufgeschrieben, wie die Gründung der Gesellschaft mit beschränkter Haftung bei mir ablief.

Vorbereitende Maßnahmen wie Überlegungen zum Business-Plan, Geschäftsmodell usw. bleiben außen vor, da dieses individuell jeder Gründer selbst vornehmen muss.

Bei mir lagen die Prämissen darin, dass die GmbH nur geringen Kapitalbedarf hat, daher als haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft firmieren wird. So entstand die heute bestehende proWeser UG (haftungsbeschränkt) mit Sitz in Hameln. Die Gründung selbst sollte nach dem Musterprotokoll erfolgen, da dieses für mich ausreichend erschien (keine weiteren Anteilseigner) und dieses deutliche Kostenvorteile gegenüber einem individuellen Gesellschaftsvertrag hat.

Außerdem ist mit dem Musterprotokoll die sogenannte Gründung in einem Tag möglich. Haha. Selten so gelacht. Polartag oder so war damit wahrscheinlich gemeint 😉

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So sieht VDSL50 aus

Heute wurde mir von der Telekom endlich VDSL 50/10 als Double-Play-Angebot geschaltet, d. h. nur Telefon und Internet, nicht aber das (für mich überflüssige) Entertain-Paket. Und so kann das aussehen:

5 Downloads a 8,8 Mit/s

Wie man sehen kann, laufen fünf Downloads parallel mit jeweils 1,1 MB/s, d. h. 8,8 MBit/s, zusammen sind das somit 44 MBit/s. Mehr wäre auch noch drin, der Server, von dem der Download erfolgt, ist aber pro Download auf diese Rate beschränkt (d. h. auch ein einzelner Download liefert nicht mehr als die obigen 1,1 MB/s). Dass auch noch Luft nach oben ist, zeigt die Verbindungsanzeige im Router:

51388/10044 KBit/s

Man sieht hier dass das Limit erst bei 51.388 kBit/s, also etwa 6,4 MB/s liegt. Wobei mir persönlich diese hohe Rate nicht notwendig erscheint, für meine Anwendungszwecke war der Upstream von 10000 kBit/s, also etwa 1,2 MB/s viel wichtiger, da ich häufiger große Daten in Richtung Internet schieben muss.

Jetzt fehlt nur noch die FRITZ!Box 7390, die aber vermutlich spätestens im September lieferbar sein dürfte, soll dann doch auch beim AVM-Großkunden 1&1 VDSL verfügbar sein. Dann kann ich die gemietete Speedport wieder an die Telekom zurückgeben.

Übrigens: Ich zahle bei der Telekom jetzt keinen einzigen Cent mehr als für den bisherigen ADSL2+-Anschluss mit 16000/1000 kBit/s.

Googles Näherungswerte

Bei der Suche innerhalb Google Maps bin ich auf einen Eintrag der Palliativstation des Kreiskrankenhauses Hameln gestossen. Der Eintrag auf der Karte ist gemäß Angabe Googles ein Näherungswert. Nun ja, knapp daneben ist halt auch vorbei:

Google: Knapp daneben

Übrigens: Eine Routenplanung von der Hamelner Ortsmitte zur Paliativstation des Hamelner Krankenhauses ergab eine Strecke von 181 km bei 2:29 Stunden Fahrzeit…

BTW: Wenn das OpenStreetMap-Projekt weiterhin solche Fortschritte macht wie bisher, brauchen wir Google Maps bald nicht mehr.

An das Finanzamt Hameln

Sehr geehrte Finanzbeamtin, sehr geehrter Finanzbeamter,

Sie haben es versäumt, die hier nicht aufgeführten fälligen Beträge von meinem Konto einzuziehen.

Bitte ziehen Sie innerhalb einer Woche
– die rückständigen Steuern bzw. Abgaben,
– nicht aber die in Ihrer Mahnung ausgewiesenen Säumniszuschläge und
– auch nicht die durch den Beginn eines weiteren Säumnismonats verwirkten Säumniszuschläge
von meinem, Ihnen bekannten Konto ein.

Bei Nichtbeachtung dieser Mahnung ist der Steuerzahler gezwungen einen Rechtsanwalt zur Wahrung seiner Interessen einzuschalten. Dadurch entstehen Ihnen Unannehmlichkeiten und weitere Kosten.

Zum Einzug der rückständigen Beträge, beachten Sie bitte die Einzugsermächtigung, die ich Ihnen zusammen mit der Steuererklärung eingereicht habe!

Falls Sie den angeforderten Betrag inzwischen eingezogen haben, teilen Sie mir dies bitte auf der Rückseite dieses Blogs mit.
Bitte wenden Sie sich an Ihren zuständigen Steuerzahler, wenn Sie Fragen zu dieser Mahnung haben.

Hochachtungsvoll
Ihr Steuerzahler

Anmerkung: Liebes Finanzamt, ich finde es sehr schön, wenn du Auszubildende und Praktikanten beschäftigst. Noch schöner fände ich es, wenn die Auszubildenden und Praktikanten auch von erfahrenen Kräften kontrolliert würden. Es ist unschön, wenn der Steuerzahler deine Fehler ausbaden muss. Und das in diesem Fall bei mir schon zum zweiten Mal in diesem Jahr.

P.S.: Liebes Finanzamt, ich hoffe, dass ich es geschafft habe, in diesem Blogbeitrag die gleichen Rechtschreib- und Grammatikfehler einzubauen, die auch in deiner unberechtigten Mahnung vorhanden sind. Sollte der ein oder andere Fehler fehlen, bitte ich um Entschuldigung!

Hameln hochauflösend

Es ist soweit: Nachdem Hameln in Google Maps und Google Earth als einer der letzten Orte bisher (bis mindestens letztem Wochenende) immer nur in sehr niedriger Auflösung vom Satelliten zu sehen war, wurden jetzt neue hochauflösende Bilder eingestellt. Endlich!

Sau, Sau, Sau… Saublöd, und noch viel mehr

Ich hatte vor einiger Zeit ja mal geschworen, um den Saublöd-Markt einen großen Bogen zu machen, aber wenn man in einer Kleinstadt „weit ab vom Schuss“ mal schnell sich technische Produkte ansehen will, ohne erst 50 Kilometer bis nach Hannover fahren zu müssen, muss man schonmal eine Ausnahme machen. Man muss ja nicht zwangsläufig kaufen – aber diese Entscheidung kann einem auch sehr leicht fallen (dieser Meinung ist übrigens auch Nemesis).

Zur Vorgeschichte:

Ein neuer Fernseher als Zweitgerät soll angeschafft werden. Das ist soweit nicht schlimm, aber wenn man einige Eckpunkte beachtet, schmilzt das Angebot nämlich deutlich – angeblich gibt es für diese Geräte kaum einen Markt: Es soll ein 16:9-Gerät sein mit einer Bilddiagonalen zwischen 20 und maximal 23 Zoll. Die Größe ist nicht das Problem, aber das Format: Bei diesen kleinen Geräten herrscht unverständlicherweise immer noch das 4:3-Format vor (nur zur Erinnerung: Die öffentlich-rechtlichen Anstalten wollen bis Ende 2007 ihr Programm vollständig auf 16:9 umgestellt haben, sodass wohl nur noch wenige für das Fernsehen gedrehte Uraltfilme im „klassischen“ 4:3 daherkommen, wenn überhaupt). Als weiteres Erfordernis gilt, dass das Gerät HD-Ready sein muss, da ab nächstes Jahr „öffentliches“ HDTV eingeführt werden soll – Sat.1 HD und Pro7 HD gibt es mit einigen „echten“ HDTV-Sendungen sogar schon.

Abbildung SamsungDie Wahl fiel auf ein Gerät von Samsung mit 23″ TFT Bildschirm, den Samsung LE 23 R 71 B 23 Zoll / 58 cm 16:9 „HD-Ready“ LCD-Fernseher schwarz. Als einer der günstigsten Anbieter hat sich Amazon herausgestellt, der das Gerät für unter 490 EUR zzgl. 9,95 EUR Versand verkauft.

Zum einen möchte man sich solche Geräte auch gern selbst ansehen, zum anderen auch den lokalen Handel unterstützen. Und so war klar, dass man den Apparat vor Ort kauft, sofern verfügbar und nicht wesentlich teurer. Das Problem: Genau zwei Geschäfte sind mir ad Hoc eingefallen: Radio Schulz in Afferde und eben der Mediamarkt mit den saubilligen Mitarbeitern. Beim Afferdschen Elektrohändler sollte das Gerät schon 599 EUR kosten – also über 100 EUR mehr als beim Bücherhändler Amazon. Schon da fragte ich mich, was diesen Aufpreis rechtfertige. Beratung kann es nicht sein, denn die ist quasi nicht existent. Jede kleinste Frage wurde mit „oh, das weiß ich jetzt nicht“ quittiert.

Der Hammer aber kam, als ich genau diesen Fernsehapparat beim Mediamarkt fand: Die hatten den „saubilligen“ Mitnahmepreis von – Achtung, festhalten – 749 EUR (in Worten: Siebenhundertneunundvierzig Euro) für das Gerät, welches Amazon für weniger als 500 EUR inklusive Versand anbietet. Das sind rd. 250 EUR – mithin also 50% mehr! Aber für diesen Aufpreis gibt es beim Mediamarkt die dicke Staubschicht inklusive – denn das einzige Gerät, welches verfügbar ist, ist das Ausstellungsgerät, welches bestimmt schon seit November 2006 (damals kam dieses Gerät auf den Markt) kein Staubtuch mehr aus der Nähe gesehen hat…

Wer glaubt denen eigentlich noch ihre Sprüche von wegen „Saubillig“?

Neuer Public Hotspot in Hameln

In Hameln gibt es einen neuen öffentlichen WLAN-Hotspot: In der Gaststätte Bergklause, Vogelbeerweg 14 können Sie ab sofort mit Ihrem Notebook aufs Internet zugreifen. Und das Beste: Die Webpräsenz www.pothe.de samt Unterseiten (und damit auch dieses Blog) kann kostenlos angesurft werden. Der Zugriff auf alle anderen Seiten kostet nur 3,-€ als Tagesticket, Teilnehmer an der FON-Community mit Status „Linus“ können auf alle Seiten kostenlos zugreifen.

Enjoy the Net!

Der Tod des Alfred H.

Als Außenstehender fragt man sich, was jemanden bewegt, den Freitod zu wählen. In der Nacht von Freitag auf Sonnabend war es mal wieder soweit: In Hameln ist eine Person vom 10. Stock des Rathauses in die Tiefe gesprungen und hat sich so das Leben genommen.

Und doch ist hier etwas anders als „normal“. Denn gesprungen ist nicht irgendwer, sondern Alfred H., seines Zeichens Fraktionsvorsitzender einer großen Partei im Rat der Stadt Hameln. Und so war es recht interessant zu sehen, wie die Medien dieses Ereignis verarbeiten würden.

Als Kommunalpolitiker ist Alfred H. wohl zu unbekannt, als dass das Ereignis in den Boulevard-Blättern verarbeitet werden würde. Ansonsten hätte eine Zeitung wie die BILD vermutlich den Hochhaustrakt des Hamelner Rathauses auf eine ganze Seite abgebildet mit einem dicken roten Pfeil, der nach unten zeigt und dieses mit der Überschrift „Hier sprang Alfred H. in den Tod“ versehen. Aber, wie gesagt, vermutlich zu unbedeutend, als dass diese Geschmacklosigkeit wirklich stattfindet.

Dass lokal aber doch ein gewisser Einfluss der Familie des Selbstmörders und der Partei existiert, hat man aber an der Berichterstattung der Medien bemerkt. Der NDR berichtete am frühen Sonntag morgen noch, dass Alfred H. aus der 10. Etage des Rathauses gesprungen sei. Bei der nur eine Stunde später folgenden nächsten Nachrichtensendung war nicht einmal mehr vom Tod des 61jährigen berichtet worden. Das lokale Radio für den Landkreis Hameln-Pyrmont, Radio Aktiv, hat auf seiner Webseite ebenfalls am Sonntag morgen davon berichtet. Merkwürdigerweise wurde gegen Mittag der Artikel drastisch gekürzt: Jetzt hieß es auf einmal nurnoch, dass er „verstorben“ sei. Kein Wort mehr über die Umstände.

Merkwürdige Vorgänge, sodass man gespannt sein musste, was am Montag in der quasi-monopolistischen Lokalzeitung, der Dewezet (Deister- und Weserzeitung), stünde, die – wie alle in Hameln und Umgebung wissen – der CDU sehr nahe steht. Ja, es steht drin, dass Alfred H. verstorben ist. Auf der Titelseite aber kein Hinweis zur Ursache. Und im Lokalteil steht unter der Überschrift „Trauer und Betroffenheit über H.s Tod“ in einem kleinen Satz: Er „ist in der Nacht zum vergangenen Sonnabend freiwillig aus dem Leben geschieden.“

Sehr viel Zurückhaltung der Medien, von denen man das nicht kennt. Und sicherlich auch nur, weil es sich um Alfred H. handelt. Wenn ein beliebiger Otto Normal vom Rathaus gesprungen wäre, dann wäre der Tod uninteressant gewesen. Der Sprung hätte im Mittelpunkt der Medien gestanden.

Damit das nicht falsch verstanden wird: Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen, auch wenn ich H. immer für arrogant hielt und absolut nicht mochte. Aber ich finde es sehr unverständlich, wie anders in den Medien berichtet wird, nur weil er aus einem einflussreichen Umfeld stammt.