Die Deutsche Telekom und das Schneckentempo

Die Deutsche Telekom schafft es immer wieder, ihre Kunden (und diejenigen ihrer Reseller-Provider) zu verärgern. Gerade in den Abendstunden kommt es bei vielen Angeboten zu enormen Einbrüchen in der Verbindungsgeschwindigkeit, weil die Telekom die Leitungskapazitäten bewusst (zu) knapp hält.

Seit neuestem sind nicht mehr nur Streaming-Angebote wie Youtube betroffen, sondern eine große Anzahl deutscher Webangebote, da die Telekom nun auch einen der größten deutschen Hoster/Serverbetreiber, die Firma Hetzner, blockiert bzw. durch überlastete Leitungen schickt.

Nach Aussagen des Geschäftsführers Martin Hetzner im eigenen Kundenforum weigert sich die Deutsche Telekom, mit der Firma Hetzner zu peeren bzw. verlangt von der Firma Hetzner ein vielfaches des üblichen Preises, um den Traffic zum Endkunden der Telekom zu schicken. Leiden müssen darunter in erster Linie die Kunden der Deutschen Telekom, die zumindest zu den Hauptverkehrszeiten (also vorwiegend am Abend) mit langsamen Verbindungen zu kämpfen haben.

Bitte beschweren Sie sich daher unbedingt bei Ihrem Provider, wenn die Webangebote zu langsam laden. Bei der Telekom können Sie das per Telefon machen, oder bei Twitter an @telekom_hilft oder auch bei Facebook, wo Ihnen ebenfalls Telekom-Hilft zur Verfügung steht. Nur wenn sich genügend Kunden beschweren (und ggf. auch zumindest mit der Kündigung drohen), wird die Telekom ihre kundenfeindliche Politik hoffentlich doch mal ändern.

Claire Grube

Sollte es sich nicht um einen Fake-Eintrag im Telefonbuch handeln, tut mir die Frau richtig leid. Das Leben mit diesem Namen ist bestimmt nicht einfach.

Einen wackeligen DSL-Anschluss stabilisieren

Seit einiger Zeit hatte ich Probleme mit meinem VDSL-Anschluss, da ich mehrmals am Tag Verluste der DSL-Synchronisation feststellen musste – besonders lästig bei größeren Datenübertragungen, wenn diese unterbrochen wurden. Wobei die Verluste der Synchronisation zu völlig unterschiedlichen Zeiten am Tag kamen; es war auch egal, ob die Leitung unter Volllast, Teillast oder völlig ohne Datenübertragung war.

Gestern Nachmittag der Höhepunkt: Von 14:00 bis 20:00 Uhr über 100 Synchronisationsverluste, alle paar Minuten eine neue Aushandlung. An normales Arbeiten war nicht mehr zu denken. Irgendwie erinnerte ich mich daran, dass ich zu DSL-768-Zeiten (also vor gut 10 Jahren) mal das gleiche Problem hatte, damals war der Splitter defekt. Also schnell einen anderen Splitter organisiert und gestern Abend um 20:08 Uhr angeschlossen – seitdem habe ich wieder eine bis jetzt superstabile Verbindung. Und das sogar mit Leitungswerten, die noch nie so gut waren wie jetzt:

Jetzt warte ich bis Morgen Abend ab. Bleibt die Leitung stabil (wovon ich ausgehe), bestelle ich den Telekom-Techniker ab. Und die Telekom schuldet mir dann einen neuen Splitter.

IPv6 only: (Noch k)eine schöne neue Welt

Im Februar 2008 hatte die NANOG während einer IPv6-Konferenz in einem Selbstversuch ausprobiert, wie das Internet aussieht, wenn man sich nur per IPv6 im Netz bewegt, ohne dass das „herkömmliche“ IPv4 zur Verfügung steht. Das Ergebnis war damals ernüchternd.

Heute, eineinhalb Jahre später, wollte ich es selbst wissen: Was erreicht man, wenn man ausschließlich per IPv6 im Netz surft, ohne IPv4 zur Verfügung zu haben? Interessant schon deshalb, weil ich meine eigenen Webseiten als auch zwei weitere Präsenzen, die bei mir auf dem Server liegen, mit IPv6-Adressen versorgt habe, mein Nameserver eine IPv6 erhalten hat und eigentlich inzwischen auch ein GLUE-Record für pothe.de bestehen sollte (wobei ich nicht weiß, wie man das überprüfen kann, die DeNIC schweigt sich dazu leider aus).

Der Testaufbau: Ein unter Ubuntu 9.04 laufender Linux-Rechner wurde zum IPv6-Router umgewandelt, ein Testsystem mit Windows Vista 32 Ultimate wurde eingerichtet, welchem die IPv4-Schicht entzogen wurde, sodass jede weitere Kommunikation ausschließlich noch per IPv6 erfolgen kann. Da die T-Home derzeit noch keinen nativen IPv6-Zugang zum Internet anbietet, wurde zwischen dem IPv6-Internet und meinem IPv6-Router (also dem Linux-PC) mit Hilfe von SixXS (sprich: Six Access) ein Tunnel durch das IPv4-Internet gebohrt. Lokal werden IPv6-Adressen über radvd verteilt.

IPv6 only: (Noch k)eine schöne neue Welt weiterlesen

So sieht VDSL50 aus

Heute wurde mir von der Telekom endlich VDSL 50/10 als Double-Play-Angebot geschaltet, d. h. nur Telefon und Internet, nicht aber das (für mich überflüssige) Entertain-Paket. Und so kann das aussehen:

5 Downloads a 8,8 Mit/s

Wie man sehen kann, laufen fünf Downloads parallel mit jeweils 1,1 MB/s, d. h. 8,8 MBit/s, zusammen sind das somit 44 MBit/s. Mehr wäre auch noch drin, der Server, von dem der Download erfolgt, ist aber pro Download auf diese Rate beschränkt (d. h. auch ein einzelner Download liefert nicht mehr als die obigen 1,1 MB/s). Dass auch noch Luft nach oben ist, zeigt die Verbindungsanzeige im Router:

51388/10044 KBit/s

Man sieht hier dass das Limit erst bei 51.388 kBit/s, also etwa 6,4 MB/s liegt. Wobei mir persönlich diese hohe Rate nicht notwendig erscheint, für meine Anwendungszwecke war der Upstream von 10000 kBit/s, also etwa 1,2 MB/s viel wichtiger, da ich häufiger große Daten in Richtung Internet schieben muss.

Jetzt fehlt nur noch die FRITZ!Box 7390, die aber vermutlich spätestens im September lieferbar sein dürfte, soll dann doch auch beim AVM-Großkunden 1&1 VDSL verfügbar sein. Dann kann ich die gemietete Speedport wieder an die Telekom zurückgeben.

Übrigens: Ich zahle bei der Telekom jetzt keinen einzigen Cent mehr als für den bisherigen ADSL2+-Anschluss mit 16000/1000 kBit/s.

0180-Mehrwertnummern werden abgeschaltet

Nach T-Online kündigt nun auch Freenet die UMS-Mehrwertrufnummern in der 0180-Gasse, die die Kunden vor allem für den Empfang von Faxen verwendet haben:

hiermit möchten wir Sie darauf aufmerksam machen, dass wir zum 31.07.09 Ihre bisher in freenetMail genutzte Faxrufnummer (UMS-Nr.) 01805999987xxxxx aus rechtlichen Gründen abschalten müssen.
Bitte berücksichtigen Sie, dass Sie ab diesem Zeitpunkt nicht mehr unter dieser Rufnummer für Faxempfang/-versand und den Empfang von Sprachnachrichten in freenetMail erreichbar sind.

Da freut man sich doch, dass man selbst nur die eigenen ISDN-Nummern verwendet hat und sich nicht auf diese Dienste verlassen hat. Zumindest bei T-Online gab es wohl aber auch Gewerbetreibende, die nun bereits zum 3. Juli (mit weniger als 2 Wochen Vorlauf) ihre Visitenkarten wegschmeissen dürfen, wie man in den internen Supportforen erfahren durfte.

VDSL ab sofort ohne Entertain

Ab sofort beginnt die Deutsche Telekom mit der Vermarktung von VDSL-25 und VDSL-50-Anschlüssen ohne Entertainpakete. Damit wird die bereits im letzten Jahr von mir hier geäußerte Vermutung endlich Wirklichkeit.

Bei Bestellung bis Ende September dieses Jahres gilt ein Vorteilspreis, beginnend ab 44,95 EUR/Monat, bei Bestelleingang ab 01. Oktober werden jeweils 10,- EUR/Monat mehr fällig.

Leider gibt es noch keine vernünftigen Geräte, die auch VDSL können, sodass man bis auf Weiteres auf die Mietmodems der Telekom angewiesen ist.

Transportschaden oder Retourenware vom T-Online-Shop?

Ein neuer Fernseher sollte her, diesesmal von der etwas größeren Sorte. Die Wahl fiel auf den Samsung LE 40-A759R, ein 40 Zoll LCD-TV mit 100 Hz-Technik und einigem anderen Schnickschnack.

Samsung LE40-A759R
Samsung LE40-A759R

Bestellt hatte ich ihn am Freitag, 13.02. beim T-Online-Shop, am heutigen 17.02. wurde er per Deutsche Post Express geliefert. Äußerlich ist die Verpackung unversehrt, was mich dann aber schockierte, war der Anblick, der mich erwartete, als ich das Paket öffnete: Die „oberen“ beiden Styropor-Halterungen waren nicht an ihrem Platz, sondern in zig Einzelteile zerstreut irgendwo in der Packung. Schließlich hob ich den Apparat aus der Verpackung, meine schlimmsten Befürchtungen haben sich bewahrheitet: Das Gerät ist mechanisch kaputt, teilweise ist der Rahmen aus dem Gerät gehebelt, ganze Teile sind abgebrochen und auf meinem Fußboden ergoss sich ein Strom von kleinen, schwarzen Bruchstücken des Geräts.

Also rief ich beim T-Online-Shop an, schilderte die Sache. Natürlich behauptete die Dame, dass das wohl ein Transportschaden sein müsse, allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass die Dame lügt oder zumindest Unfug behauptet, denn die Verpackung ist äußerlich ziemlich einwandfrei (wenn man davon absieht, dass meine erste Reaktion die war, dass ich vermutete, dass sie schonmal geöffnet war; daher vermute ich, dass der Apparat bereits von einem anderen Kunden zurückgesandt, dabei aber nur unzureichend verpackt wurde. Beweisen kann ich es aber nicht. Meinem Wunsch nach Abholung widersprach sie, ich müsste das Gerät selbst zur Post bringen – warum eigentlich können andere Shops eine Abholung veranlassen? Es ist schließlich kein kleines Paket, welches man mal eben unter den Arm klemmen kann, sondern ein über 100 cm großes, nicht gerade leichtes Gerät, das selbst für viele Kleinwagen zu groß ist. Mal sehen, wie ich da handeln werde. Außerdem könne man nicht gleich ein Ersatzgerät senden, sondern erst, wenn das defekte Gerät dort wieder angekommen ist. Und überhaupt sei es momentan nicht auf Lager, könne also länger dauern. Ich für meinen Teil ziehe die Konsequenzen und werde mein Geld zurückzahlen lassen und den T-Online-Shop zukünftig meiden, auch wenn ich jetzt woanders teurer kaufen muss.

Ich werde Euch auf dem laufenden halten, was weiter passiert. Falls mir noch Fotos gelingen, werde ich diese schnellstmöglichst nachreichen.

Update 20:30 Uhr: Nachdem ich den Fernseher wieder verpackt habe und beiseite stellen wollte, wäre er mir samt Kartonboden beinahe unten herausgefallen. Ein Zusammenzählen von 1 und 1 ergibt, dass es sich unter Umständen doch um einen Transportschaden handeln könnte: Denn vielleicht ist genau das während des Transportes passiert, was auch die weißen Haltereifen rund um die Originalverpackung bei gleichzeitig optisch absolut heiler Verpackung erklären würde. Das wäre dann aber ein Armutszeugnis für den Transporteur (bei wem auch immer das passiert ist). Nichtsdestotrotz ist aufgrund des mangelhaften Verhaltens im Reklamationsfall der zur Deutschen Telekom AG gehörende T-Online-Shop für mich gestorben, lieber das Geld zurück und bei einem seriösen Anbieter wie Amazon neu bestellt.

Update 21:00 Uhr: Und noch ein Schaden: Die in der gleichen Sendung befindliche Dolby-Digital-Anlage ist ebenfalls defekt – bei einem Lautsprecher ist das Gelenk abgebrochen. Auch dieses befand sich so bereits in der Verpackung. Sakra, warum ziehe eigentlich immer ich das Unglück an?

FTD: Telekom und Vodafone bilden Allianz

Eine interessante Nachricht für alle, die gern einen VDSL-Zugang hätten, diesen derzeit aber mangels Ausbau des VDSL-Netzes noch nicht erhalten können: Telekom und Vodafon (vormals Arcor) wollen beim Ausbau des VDSL-Netzes zukünftig zusammenarbeiten, wie die Financial Times Deutschland berichtet. Profitieren würden von dieser Kooperation zunächst Kunden in Würzburg und Heilbronn, diese Kooperation könnte aber in der Zukunft auch fortgesetzt werden.

Mal sehen, ob es dabei bleibt, oder ob und wann der Markt auch für andere geöffnet wird.

Zum Artikel: FTD.de – Geschäft mit Breitbandnetz: Telekom und Vodafone bilden Allianz – IT+Telekommunikation.