Merkwürdigkeiten

Ich habe mal wieder für ein kleines Projekt einen vServer bei Strato gemietet. Da ohne Laufzeit kommt man da mit 30 Tagen Kündigungsfrist monatlich raus, also kein großes Risiko.

Aber irgendwie gibt es echt viele Merkwürdigkeiten, wie ich schon jetzt, ohne den Server eingerichtet zu haben, feststellen konnte.

Es geht schon im Bestellformular los: Im Firmennamen können nur Buchstaben und wenige Sonderzeichen eingegeben werden. Nicht möglich sind z. B. Klammern. Und wie soll ich jetzt den Namen „proWeser UG (haftungsbeschränkt)“ da reinbekommen?

Der Server wurde zwar schon am Sonnabend Morgen bestellt, aber erst heute von Strato ausgeliefert. Also gibt es auch dort keine Automatik, sondern irgendein Mensch stößt das manuell an. Keine Schande (bei mir gibt es ja auch keine Automatik diesbezüglich), aber schon schade, da ich den vServer eigentlich am Wochenende bestücken wollte und nicht nach Feierabend unter der Woche.

Jetzt aber der Hammer: Man kann eine zweite IPv4-Adresse dazubestellen und eine IPv6-Adresse. Jawohl: Eine. Eine /128-Adresse. Kein Subnetz, exakt eine einzelne IPv6. Das widerspricht so ziemlich allem, wofür IPv6 steht und ist weitestmöglich von den Empfehlungen der Adressvergabestelle RIPE entfernt, welche nämlich die Verteilung /48 bis /56 empfiehlt (wobei mir auch ein /64 gereicht hätte). Aber /128 geht ja mal gar nicht. Aber vielleicht habe ich ja auch etwas übersehen? Mal sehen, was @STRATO_hilft meint…

IPv6 only: (Noch k)eine schöne neue Welt

Im Februar 2008 hatte die NANOG während einer IPv6-Konferenz in einem Selbstversuch ausprobiert, wie das Internet aussieht, wenn man sich nur per IPv6 im Netz bewegt, ohne dass das „herkömmliche“ IPv4 zur Verfügung steht. Das Ergebnis war damals ernüchternd.

Heute, eineinhalb Jahre später, wollte ich es selbst wissen: Was erreicht man, wenn man ausschließlich per IPv6 im Netz surft, ohne IPv4 zur Verfügung zu haben? Interessant schon deshalb, weil ich meine eigenen Webseiten als auch zwei weitere Präsenzen, die bei mir auf dem Server liegen, mit IPv6-Adressen versorgt habe, mein Nameserver eine IPv6 erhalten hat und eigentlich inzwischen auch ein GLUE-Record für pothe.de bestehen sollte (wobei ich nicht weiß, wie man das überprüfen kann, die DeNIC schweigt sich dazu leider aus).

Der Testaufbau: Ein unter Ubuntu 9.04 laufender Linux-Rechner wurde zum IPv6-Router umgewandelt, ein Testsystem mit Windows Vista 32 Ultimate wurde eingerichtet, welchem die IPv4-Schicht entzogen wurde, sodass jede weitere Kommunikation ausschließlich noch per IPv6 erfolgen kann. Da die T-Home derzeit noch keinen nativen IPv6-Zugang zum Internet anbietet, wurde zwischen dem IPv6-Internet und meinem IPv6-Router (also dem Linux-PC) mit Hilfe von SixXS (sprich: Six Access) ein Tunnel durch das IPv4-Internet gebohrt. Lokal werden IPv6-Adressen über radvd verteilt.

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Merkwürdigkeit bei Strato

Ich habe seit einiger Zeit einen vServer bei Strato. Da ich ihn jetzt nicht mehr benötige, habe ich ihn gekündigt. Bis zum Ende der Vertragslaufzeit steht er also leer rum – ideal zum „rumspielen“.

Im Konfigurationsmenü fand ich die Möglichkeit, Debian 4.0 zu installieren – was damals bei Ersteinrichtung noch nicht ging. Also einfach mal als Basis für meine Spielereien ausprobiert. Aber das, was da installiert wurde, ist schon sehr komisch: Z. B. ist der Befehl „aptitude“ nicht verfügbar – und das, obwohl laut Doku ab Debian 4.0 (Etch) der Befehl „apt-get“ möglichst nicht mehr verwendet werden soll, sondern nur noch „aptitude“ (außer, man steigt von Debian 3.x). Also erst mal mittels „apt-get install aptitude“ dieses nachholen…

Strato – ein Abenteuer [Update]

Ich hätte es ja wissen müssen – leider war ich so doof, und habe die Nummer meiner UMTS-/GPRS-Datenkarte angegeben, als Strato unbedingt eine Handynummer haben wollte, um eine SMS zuzusenden. Der Vorteil dieser Datenkarte ist nämlich, dass sie ausschließlich für die Datenübertragung inklusive SMS geeignet ist – telefonieren ist damit nicht möglich, Anrufer erhalten nur die Ansage „Der Teilnehmer ist nicht erreichbar“. Aber für telefonische Kontakte hatte ich bei Strato ja auch meine Festnetznummer angegeben.

Nun ja, die Meldung, dass der Server eingerichtet sei und ich ihn unter config.stratoserver.net konfigurieren könne, kam dann am 09. Juli. Da ich keine Domain bestellt habe (brauche und will ich nicht), lautete die Kennung hirgendwas.stratoserver.net – das Passwort sei mir per SMS zugegangen. Aber: Die einzige SMS, die ich erhielt, war die Kennung für die Bestellbestätigung – doch wenn ich die eingebe, kommt immer nur die Meldung „Passwort ungültig“. Ein Klick auf „Passwort vergessen“ forderte Daten, die ich nicht eingeben konnte, da dazu Angaben von der Rechnung (die ich noch nicht vorliegen hatte) erforderlich sind.

Also antwortete ich auf die E-Mail: Strato – ein Abenteuer [Update] weiterlesen

Strato: „In Deckung! Kunde droht mit Auftrag!“

Wie doof muss man eigentlich sein? Bei Strato sind sie scheinbar sehr doof.

Ich wollte mir eigentlich einen kleinen vServer mieten, der als Backupsystem für E-Mails herhalten soll, falls mein eigentlicher Server, der bei Hetzner steht, mal ausfallen oder aus sonstigen Gründen nicht erreichbar sein sollte. Das Problem: Strato will scheinbar keine Kunden, wenn diese nicht ihre Mobilfunknummer angeben wollen. Oder können. Es soll nämlich auch Leute geben, die kein Mobiltelefon haben.

Eine Festnetznummer kann nicht angegeben werden, obwohl der Empfang von SMS auch dort problemlos möglich wäre. Wobei sich die Frage stellt, warum überhaupt so ein umständliches und kundenunfreundliches Verfahren gewählt wird – wahrscheinlich wollt ihr nur irgendwelche Handynummern haben, um mich mit Werbung zu belästigen?