Unterstützt Schlund & Partner Spamer?

Von einem Unternehmen wie Schlund & Partner, welches zu United Internet gehört und damit ein Schwesterunternehmen von 1&1 ist (und für dieses auch viele Dienstleistungen übernimmt, z. B. werden für die 1&1-Kunden Mailserver bereitgestellt), erwartet man, dass keine Spamer unterstützt werden. Man sollte auch davon ausgehen, dass dort aktiv gegen die Versendung von (illegaler) Werbung, Viren, Trojaner, Phishing-Mails und Malware vorgegangen wird.

Leider ist das nicht so, im Gegenteil, dieses Unternehmen unterstützt den Versand dieser Schad-E-Mails sogar, indem es ein Spamschutzverfahren aushebelt! Ich hoffe sehr, dass das nur unbewusst geschehen ist und sich in Kürze ändern wird. Unterstützt Schlund & Partner Spamer? weiterlesen

GEZ kommt die Computergebühr

Die DPA schreibt heute: „Für Computer mit der Möglichkeit zum Fernsehempfang soll künftig eine GEZ-Gebühr von 5,52 Euro monatlich erhoben werden.“ (Siehe Artikel auf dem Arcor-Newsserver). Das ist falsch. Vielmehr ist für diese Computer die Fernsehgebühr in Höhe von 17,03 EUR zu zahlen.

Richtiger schreibt Heise: “ Trotz zahlreicher Proteste haben die Ministerpräsidenten der Länder am heutigen Donnerstag die Einführung einer Rundfunkgebühr für Internet-fähige Computer und Mobiltelefone beschlossen. Die Gebühr soll ab dem 1. Januar 2007 erhoben werden und 5,52 Euro pro Monat betragen.“ (ganzen Artikel lesen).

Damit haben die Ministerpräsidenten mal wieder bewiesen, wie unfähig sie sind. Es ist unglaublich, dass sie jeden Computer als neuartiges Rundfunkgerät verstehen. Jedenfalls bin ich gespannt, ob ich denn demnächst auch als neuartige Rundfunkanstalt anerkannt werde, wo ich doch selbst zu dem neuartigen Rundfunkmedium namens Internet beitrage…

Bush darf doch zur Schule

In den USA macht das Spiel „Bully“ von sich reden. Jetzt hat ein Richter entschieden, dass das Spiel auf den Markt kommen darf. Geklagt hatte ein Rechtsanwalt, der das Spiel für zu gewalttätig hielt. Und das meint er immer noch, obwohl zwei Mitarbeiter des Spielepublishers Take Two dem Richter zeigten, dass nicht mehr Gewalt vorkomme, als im frei empfangbaren Fernsehen.

Nun, der Rechtsanwalt befindet sich in guter Gesellschaft: Schließlich handelte auch die US-Regierung vor wenigen Jahren unter George W. Bush nach dieser Maxime: „Der Irak hat ganz sicher Atomwaffen, denn sonst würder er sie ja nicht vor uns verstecken.“

1&1 und das Versuchskaninchen namens Kunde

Gleich mal vorab: Insgesamt war ich mit 1&1 nie wirklich unzufrieden. Im Gegenteil, dank deren Angebot 3DSL spare ich bei normalerweise guter bis sehr guter Leistung sogar viel Geld, da ich so als Monatspauschale gerade mal 29,95 EUR bezahle für DSL-Leitung, DSL-Internetzugang und VoIP-Flatrate für das deutsche Festnetz. Woanders zahlt man allein für die DSL-Leitung schon genauso viel, wenn man – wie ich – einen 16000er Zugang hat, und muss für Internet und Telefonie noch extra zahlen.

Derzeit allerdings muss man – fast schon wütend – feststellen, dass 1&1 die eigenen Kunden verärgert, indem sie als Versuchskarnickel herhalten müssen. Man muss nämlich wissen, dass dieses zum börsennotierten Internetkonzern United Internet gehörende Unternehmen seit einiger Zeit einen eigenen IP-Adressbereich 89.12.x.x besitzt, der über den Backbone von Telefonica / Mediaways geroutet wird, seine eigenen, dem Kunden dienenden Server aber nicht darauf einrichtet. Und viele 3DSL-Kunden werden über diesen Backbone geroutet statt wie bisher über den Telekom-Backbone.

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Schnell und Schneller – von ISDN zu DSL2+

Alles ist relativ. Wahnsinn, was der Umstieg vom analogen Modem auf ISDN brachte.

Dann kam die damalige Deutsche Telekom auf die Idee, unter dem Namen T-DSL einen Feldversuch mit der neumodischen ADSL-Technik durchzuführen. Mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit von 768 kbit/s down konnte man im Internet surfen und mailen, für den Upload gab es immerhin 128 kbit/s, was immer noch doppelte ISDN-Geschwindigkeit bedeutete.

Zusätzlich zur T-DSL-Grundgebühr von 25,- DM kamen noch 99,- DM hinzu für den Internetzugang im Tarif „T-Online Speed 50“, der immerhin 50 Stunden im Monat enthielt. Wer an der Marktstudie teilnahm und jeden Monat einen Fragebogen ausfüllte, bekam diese 99 Mark erlassen. Schnell und Schneller – von ISDN zu DSL2+ weiterlesen

Stromausfall bei Hetzner

Heute morgen hat es im Rechenzentrum 6 bei Hetzner gekracht. Und außer den betroffenen Kunden hat es scheinbar keiner bemerkt *. Gottseidank ist mein Server dort nicht untergestellt, allerdings kommen im RZ6 auch einige Leitungen von außen an, die erst von dort aus auf andere Rechenzentren weiterverteilt werden. Insofern kann es durchaus sein, dass auch dieser Server davon betroffen war.

Einen Vorwurf sollte man Hetzner übrigens in diesem Fall nicht machen: Wenn der Kurzschluss zwischen Servern und USV/Dieselaggregaten auftritt, nützen beste unabhängige Stromversorgungen nichts. Da hätte höchstens eine zweite unabhängige Stromversorgung was gebracht, was – von wenigen Ausnahmen abgesehen – aber keiner bezahlen will.

* Merkwürdig ist, dass Heise noch nichts davon berichtet, wo das Problem doch schon heute morgen ganz früh aufgetreten ist…

.com-Domains bei Schlundtech

Tja, da haben wir wieder das Problem: Wer eine .COM-Domain bei Schlundtech hostet, sollte tunlichst aufpassen, welche Nameserver er einrichtet. Hat man nämlich einmal den Domainnamen selbst als Nameserver eintragen lassen, bekommt man ihn nicht wieder weg. Zumindest nicht, ohne den Support anzurufen, da diese Option dem Kunden nicht zur Verfügung steht.

Besonders ärgerlich dabei: Der zweite Nameserver, den Schlundtech dem Kunden zur Verfügung stellt, aktualisiert zukünftig vom neuen Nameserver, obwohl der wegen der fehlgeschlagenen Aktualisierung eigentlich gar nicht zuständig ist… 🙁

Nachtrag 09.10.06: .com-Domains bei Schlundtech weiterlesen

Testsieger auf dem Prüfstand

Schon mehrfach hat Hetzner von diversen Computerzeitschriften, allen voran den bekannten und etablierten Erzeugnissen aus dem Heiseverlag, nämlich c’t und IX, bei Vergleichen von Serverangeboten Empfehlungen eingeheimst. Der letzte entsprechende Test in der c’t 19/06 sprach eindeutig dafür. Und seit neuestem gibt es bereits ab dem Server DS3000 glatte sechs IP-Adressen dazu, fünf davon werden in einem /29-Subnetz abgebildet (d. h. 3 IP-Adressen liegen mehr oder minder sinnlos herum).

Marc Haber hat nun einen solchen Server unter die Lupe genommen, und meint eine schwere Sicherheitslücke gefunden zu haben, die bis zur Übernahme von fremden IP-Adressen führen könne. Hat die c’t, die ähnliche Probleme bei anderen Rechenzentren (etwa Strato oder Server4You) in der Vergangenheit anprangerte, das nur übersehen? Oder gibt es ein neues Problem? Eine Antwort dazu seitens Herrn Hetzner steht noch aus. Wollen wir hoffen, dass sich alles zum guten wendet – warten wir es ab. Aber nicht zu lange.

Nachtrag 11.10.2006: Mittlerweile tut sich bei Hetzner etwas diesbezüglich, wie man im Forum lesen kann. Wollen wir hoffen, dass die Umsetzung nicht zulange dauert, auch wenn die Techniker dieser Tage erstmal was anderes zu tun hatten.