Banken wollen Sonnabends öffnen

Wie das Handelsblatt mitteilte, wollen einige Banken, wie die Commerzbank, Sparkassen oder Volks- und Raiffeisenbanken, zukünftig auch Sonnabends öffnen, um ihren Privatkunden zu dienen. Selbst die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di stimme dem zu. Für den Privatkunden eine tolle Sache, kann er doch zukünftig auch am Sonnabend Bargeld holen, Überweisungen tätigen usw. usf.

Wie, das geht bislang auch schon? Nämlich am Geldautomaten bzw. Selbstbedienungsterminal oder Internet? Ja. Und zwar schon seit Jahren. Wowereit!

Liebe Commerzbank, Sparkasse, Volks- und Raiffeisenbanken (und wen es noch alles gibt): Es ist schön, dass ihr am Sonnabend für Eure Kunden öffnen wollt. Weniger schön ist es, dass Eure Computer ein Wochenende benötigen. Ich halte es z. B. für absolut unverständlich, dass Transaktionen nur Montags bis Freitags ausgeführt werden. Ein Computer braucht kein Wochenende zur Erholung und auch keinen Urlaub (von Wartungsaktionen mal abgesehen). Es gibt keinen einzigen Grund dafür, Sonnabends und Sonntags keine Überweisungen auszuführen, in einer Zeit, wo der Kollege Computer diese Arbeit übernimmt. Außer natürlich, dass Ihr durch die Wochenendpause für zwei Tage Zinsen in Eure eigenen Taschen steckt statt in die Eurer Kunden 🙁

Mehrwertsteuer? Das kommt 1&1 teuer!

Wie ja jeder von uns mitbekommen hat, ist in Deutschland der allgemeine Umsatzsteuersatz von 16% auf 19% gestiegen. Perfide ist diese Erhöhung, wenn sie rückwirkend wirkt, also in allen Fällen von Dauerschuldverhältnissen. Diese gelten nämlich vor dem Gesetz als am letzten Tag ihrer Gültigkeit als erbracht. Hat man also eine Rechnung über z. B. Hosting einer Website im Mai 2006 für den Zeitraum 05.06 – 04.07 erhalten, wurde diese damals mit 16% fakturiert. Da dieses Schuldverhältnis aber erst 2007 endet, gilt die Leistung als 2007 erbracht, muss also mit 19% nachfakturiert werden. Immerhin erlaubt „Vater Staat“ ausnahmsweise die Splittung dieser Leistungen per Jahreswechsel, d. h. der bereits 2006 erbrachte Anteil darf weiterhin mit 16% fakturiert werden, nur für den 2007er Anteil müssen 19% an die Bundesrepublik Deutschland abgeführt werden.

Der Unternehmer hat in einem solchen Fall zwei Möglichkeiten, wie er damit umgeht: Er könnte alles beim Alten lassen und zahlt die Differenz zwischen 16% und 19% für das Jahr 2007 aus der eigenen Tasche. Oder aber er schreibt seinen Kunden neue Rechnungen und belastet den Differenzbetrag nach.

Der kluge Unternehmer würde ökonomisch denken und das jeweils geringere Übel nehmen: Bei Beträgen, für die der Verwaltungsaufwand (z. B. Versandkosten, Inkassokosten) höher als der Differenzbetrag ist, wird dieser Unternehmer die drei Prozentpunkte aus eigener Tasche zahlen und den Kunden in Ruhe lassen. Nur bei deutlich höheren Beträgen würde der Kunde nachbelastet werden (was im Übrigen nichteinmal zu einem außerordentlichen Kündigungsrecht des Kunden führt, außerdem kann der Kunde der Rechnung in den meisten Fällen auch nicht widersprechen, wenn diese vor Bekanntgabe der Umsatzsteuererhöhung erstellt wurde).

1&1 scheint nicht zur Gruppe der klugen Unternehmen zu gehören. Mehrwertsteuer? Das kommt 1&1 teuer! weiterlesen

Neuer Public Hotspot in Hameln

In Hameln gibt es einen neuen öffentlichen WLAN-Hotspot: In der Gaststätte Bergklause, Vogelbeerweg 14 können Sie ab sofort mit Ihrem Notebook aufs Internet zugreifen. Und das Beste: Die Webpräsenz www.pothe.de samt Unterseiten (und damit auch dieses Blog) kann kostenlos angesurft werden. Der Zugriff auf alle anderen Seiten kostet nur 3,-€ als Tagesticket, Teilnehmer an der FON-Community mit Status „Linus“ können auf alle Seiten kostenlos zugreifen.

Enjoy the Net!

Das Usenet-Experiment

Eine auch nur einmal im Usenet genutzte E-Mail-Adresse ist „verbrannt“, d. h. wird ohne Ende bespamt. Und das auch noch nach Jahren, wie ich in einem meiner Artikel hier im Blog berichtete.

Doch wie lange dauert es, bis der erste Spam auf eine Adresse, die im Usenet genutzt wird, eintrifft? Dieser Frage will ich nachgehen. Am heutigen 22.11.2006 um 18:46 Uhr ist das erste Usenet-Posting von mir mit einer neuen E-Mail-Adresse in der Gruppe de.soc.recht.steuern+buchfuehrung abgesetzt worden, etwas später ein weiteres in de.comp.lang.php.misc. Mal sehen, wann mein Mailserver die erste Spammail an diese Adresse verzeichnet.*

* Nur um es klarzustellen: Das Ergebnis dieses Experimentes wird niemals Allgemeingültigkeit erlangen, sondern immer nur eine speziellen Fall abbilden: Nämlich, wann diese eine genutzte E-Mail-Adresse das erste mal bespamt wird. Ich vermute ja, dass jemand, der in einer der BIG8-Gruppen postet, wesentlich schneller und häufiger bespamt wird, als jemand, der sich (fast) auf de.* beschränkt. Und natürlich ist es auch immer davon abhängig, wann die Gruppen nach Adressen geparst werden und welche Gruppen geparst werden. Aber zumindest kann dieses Experiment ein Indiz geben, wie lange es dauern kann. Oder wie kurz.

Nachtrag 27.11.2006: Es hat keine 5 Tage gedauert, bis der erste Versuch, Spam (UBE/UCE) auf dieser Adresse einzuliefern, stattgefunden hat:

Nov 27 03:15:12 pothe postfix/smtpd[31575]: NOQUEUE: reject: RCPT from unknown[61.129.82.68]: 554 Client host rejected: cannot find your hostname, [61.129.82.68]; from={megalottoqikom@web2mail.com} to={dieser.spam.stammt.aus.dem.usenet@$domain} proto=SMTP helo={web2mail.com}

Wer ist Debora?

Bitte klärt mich auf: Wer ist Debora?

Wer sich jetzt fragt, warum ich das frage, hier die Antwort: Vor ein paar Tagen habe ich auf meinem Mailserver den Spamschutz geändert – auf der einen Seite einige sehr strenge Regeln deaktiviert, auf der anderen Seite wurde von mir Greylisting eingeführt. Nach solchen Änderungen in der Konfiguration kontrolliere ich immer über einen längeren Zeitraum die Logfiles meines Mailservers, um auszuschließen, dass „willkommene“ Nachrichten nicht ausgefiltert wurden (und für den Fall das doch, entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen und ggf. den Absender zu kontaktieren).

Dabei sind mir viele versuchte Zustellungen aufgefallen, die mehr als offensichtlich Spam sind und die deshalb vom Server gar nicht erst angenommen wurden: Entweder, weil die Empfänger-E-Mail-Adresse nicht existiert, der Einlieferer in einer Blacklist wie der sbl-xbl von Spamhaus steht oder es sich um eine dynamische IP-Adresse statt um einen anderen „normalen“ Mailserver handelt. Oder eben, weil es die erste Zustellung war und deswegen Greylisting zuschlug. An sich alles ganz normale Vorgänge. Weniger normal finde ich dagegen, welche (vermeintlichen) E-Mail-Adressen die Absender haben. Denn da finden sich hunderte, ja tausende, verschiedene, die eines gemeinsam haben: Debora. Z. B.: deboranagliati@canal13.com.ar, deborammag@canal3.com.gt, deborahmills6@cambriagroup.com, deborallanasyjay@calcanet.com, deborarodrigo@cairnmarketing.com, deborahmueck@candleinthewind.com, deboramarrocos@calimamotor.com.co usw. usf.

Alles klar? Nein! Deswegen frage ich noch einmal: Wer ist Debora?

Es tut sich was bei 1&1

Bereits vor einiger Zeit schrieb ich hier, dass die Technik bei 1&1 nicht so will, wie sie eigentlich sollte. Nun, gestern bekamt ich auf eine fast 10 Tage alte Mail an den Support eine Antwort, die mal wieder aus den üblichen Textbausteinen bestand und nur scheinbar auf die eigene E-Mail einging.

Genug war genug – also rief ich direkt in Montabaur an und habe mich im Vorstandssekretariat beschwert – genauer: Ich wollte mich da beschweren, allerdings bin ich nicht durchgekommen, da wohl schon der Feierabend erreicht war. Die freundliche Dame an der Telefonzentrale hat meine Daten aufgenommen und heute erhielt ich den Rückruf. Nicht vom Vorstand, nicht vom Vorstandssekretariat, aber von einem Techniker, der – wie es mir schien – zur seltenen Spezies des kompetenten Leute bei 1&1 gehört. Und der laut eigener Aussage wegen meiner Beschwerde dem Vorstand berichten müsse.

Wie dem auch sei: Mir wurde versprochen, dass die neuen IP-Bereiche 89.14.x.x jetzt endlich auch in Nameserver und Newsserver eingetragen und als berechtigt freigeschaltet werden. Na, wollen wir doch mal hoffen, dass es sich jetzt wirklich nur noch um Stunden bis wenige (maximal 3) Tage handelt, bis ich endlich meinen geliebten news.online.de wiederbekomme 🙂

Übrigens: Als Hintergrund wurde angegeben, dass das Angebot 3DSL viel erfolgreicher war, als vom Unternehmen geplant. Innerhalb von nur vier Wochen wurden den Angaben zufolge über 100.000 neue DSL-Kunden gewonnen, zuzüglich sehr vieler Bestandskunden, die in den neuen Tarif gewechselt sind (auch solche, die eigentlich noch eine längere Vertragsbindung in teureren älteren Tarifen hatten – um auch mal eine positive Seite bei 1&1 zu nennen).

Ergänzung 16:15 Uhr: Der Newsserver tut jetzt auch, wenn man IP-Adressen 89.14.x.x zugewiesen bekommt. Endlich und Danke an Herrn T. von 1&1.

Tschüss Roxio – Willkommen Nero!

Ich habe immer gern mit WinOnCD gearbeitet. Dieses Brennprogramm lag in der Version 3 meinem ersten CD-Brenner bei, einem Mitsumi mit DoubleSpeed (hach, waren das noch Zeiten). Später erwarb ich ein Upgrade auf die Version 5 Pro, für einen rein privat genutzten Rechner holte ich mir die Gratis-Version WinOnCD 6 PE.

Nun sollte auf einem neuen PC auch eine neue Brennsoftware zum Einsatz kommen. Da ich WinOnCD schon gewohnt war, entschied ich mich für eben dieses Programm in der neuen Version 9. Doch halt, was ist das? „Internetverbindung erforderlich für Softwareaktivierung“ ist auf der Verkaufverpackung zu lesen. Wie jetzt? Nun soll auch ein Brennprogramm schon Zwangsaktiviert werden? Ohne Möglichkeit, dieses auch noch zu machen, sollte der Hersteller mal seine Pforten schließen?

Nein danke. Da habe ich lieber 5 EUR mehr ausgegeben und NERO 7 Premium Reloaded erworben. Nicht nur, dass diese Software nicht aktiviert werden muss (also auch nach einer möglichen, wenn auch hoffentlich nie eintretenden Insolvenz des Herstellers noch funktioniert) nein, in diesem Programm fühlt man sich auch noch sofort heimisch. Ohne Eingewöhnungsschwierigkeiten habe ich mich sofort zurechtgefunden, und – anders als WinOnCD in den Version 5 und 6 – hat dieses Programm meine Vorlieben auch sofort abgespeichert und mir beim nächsten Brennvorgang als Standard vorgegeben. Kein Wunder also, dass in vielen Zeitschriften bei einem direkten Vergleich der beiden Konkurrenten meistens Nero als Sieger hervorgeht.
Vielleicht hätte Roxio allen Komfort, den Nero bietet, mit WinOnCD 9 auch geboten – dank des Aktivierungszwangs (frei nach dem Motto: Der Ehrliche ist der Dumme) kann ich es nicht testen, da der Wettbewerb mich nicht derart einschränkt. Andere Mütter haben eben auch schöne Töchter.

1&1 und das Versuchskaninchen namens Kunde – Teil 2

Schon am 12. Oktober schrieb ich einen Artikel darüber, dass 1&1 seine Kunden als Versuchskaninchen benutzt. Die letzten Tage lief es ja – Gott sei Dank – einwandfrei. Ich bekam immer IP-Adressen aus den Bereichen 89.13.x.x und 89.12.x.x, wo es nie Probleme gab.

Tja, und heute? 89.14.x.x – und nichts läuft. Macht 1&1 das, um mich zu ärgern, oder sind die Techniker in dem Haus einfach nur unfähig? Ich vermute letzteres, das Unternehmen ist scheinbar zu groß geworden und Qualitätsmanagement zu teuer. Anders lässt sich diese massive Häufung an Problemen nicht mehr erklären.
So langsam komme ich zu dem Punkt, dass ich diesen Provider nicht mehr empfehlen kann, denn sowas darf höchstens ein mal für wenige Stunden in zwei Jahren vorkommen, aber nicht derart häufig, wie es 1&1 derzeit macht.

Update 01.11.: DNS läuft heute auch mit einer 89.14.x.x-IP, aber haufenweise Packetloss, womit das Internet praktisch unbenutzbar ist. Und der Newsserver meint auch abwechslungshalber mal wieder, mir als Kunden keine Gruppen anbieten zu müssen. Das kennen wir doch alles schon! Nun ja, mit der „Zwangsvorwahl“ für den Telekom-Backbone läuft es noch. Dafür gibt es da halt die regelmäßigen, providerseitigen Trennungen, allein heute hatte ich schon 30 Verbindungsabbrüche 🙁

E-Mails kosten nichts

Dass E-Mails viel zu billig sind (nämlich nahezu kostenlos), merkt man an dem vielen Spam. Und derzeit ist es schlimmer denn je, es kommt einem so vor, als würde über 99% des derzeitigen E-Mail-Verkehrs Spam sein.

Ich selbst bekomme davon nicht sehr viel mit, da der überwiegende Teil (ca. 98%) an Spam, Phishing-Mails, Würmern und Trojanern bereits auf meinem Mailserver abgefangen, d. h. geblockt oder umweltverträglich entsorgt werden. Wenn ich dann aber mal in das Logfile des Mailservers schaue, dann frage ich mich regelmäßig, wie die Spamer auf solche merkwürdigen Konstrukte an E-Mail-Adressen kommen. Hier mal eine kleine Liste, was mir nur innerhalb der letzten zwei Stunden an bespamten Zieladressen aufgefallen ist, die allesamt nicht existieren noch jemals existierten: pport@modellbahnverwaltung.de, utveamk@pothe.de, vorname.nachname@pothe.de, janhoch@pothe.de, kotikj@pothe.de, securitas@pothe.de, ktyking@pothe.de, ilovetoni@pothe.de, heidivoske@pothe.de und noch ca. 100 andere.

Scheinbar wird versucht, mit irgendwelchen unsinnigen Empfängeradressen irgendjemanden am anderen Ende zu erreichen – es gibt offensichtlich noch immer zuviele Personen, die sogenannte „Catch-All-Adressen“ eingerichtet haben, d. h. die sämtliche E-Mails in ein Postfach einliefern, welche an beliebige Namen innerhalb ihrer Domains geliefert werden. Sowas habe ich nicht, und werde jedesmal, wenn ich das Logfile des Mailservers betrachte, in meiner Ansicht bestätigt, dass diese Catch-All-Adressen überflüssig sind wie ein Kropf.

Andererseits ist es doch sehr erstaunlich, wie lange sich einmal genutzte, aber nicht mehr existente E-Mail-Adressen in Spamerkreisen halten: Nur im Zeitraum 09.09.1999 bis 28.06.2000, also gerade einmal etwas über neun Monate, wurde von mir im Usenet die Adresse control@modellbahnverwaltung.de genutzt, danach wurde sie von mir deaktiviert und nie wieder verwendet. Allein am heutigen Sonnabend (Zeitraum: 00:00 bis 16:00 Uhr) wurde versucht, an diese seit über 6 (in Worten: sechs) Jahren nicht mehr existente Adresse 547 Spams zuzustellen – was aufgrund von Spamfiltern oder letztlich spätestens an der Nichtexistenz dieser Adresse scheiterte.

Und während ich das hier schrieb, lief im Hintergrund das Logfile mit und kam kaum dazu, zu verschnaufen…

Unterstützt Schlund & Partner Spamer? – Teil 2

Gestern fragte ich noch, ob Schlund & Partner / 1&1 durch die Anwendung von SRS Spamer unterstützt. Die Frage ist noch nicht geklärt, es ist ja Wochenende. Und da wäre es ja zuviel verlangt, wenn Serveradministratoren arbeiten würden (nur für diejenigen, die es nicht verstanden haben: Der Satz war ironisch gemeint).
Durch Zufall lese ich heute, dass GMX auch zu den Anbietern gehört, die SPF-Einträge unterstützen. Da ich ja u. a. die Domain pothe.com mit einem SPF-Record „geschützt“ habe, wollte ich das doch gleich mal ausprobieren. Also von zwei Servern E-Mails eingeliefert, von einem „erlaubten“ und von einem „unerlaubten“. Siehe da: Der erlaubte Server konnte erfolgreich zustellen, beim unerlaubten Server kam die erhoffte Ablehnung der Mail:

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