Licht im Tunnel

Durch die Meldung, dass Heise jetzt auch per IPv6 erreichbar ist, bin ich darauf aufmerksam geworden, dass auch die beliebte AVM Fritz!Box inzwischen IPv6 beherrscht. Derzeit zwar nur in einer Labor-Version, nur für die 7270 und offensichtlich auch noch nicht vollständig (nur 6to4-Tunnel, keine Tunnel-Broker, natives IPv6 soll Berichten im Heise-Forum nach noch fehlerhaft sein), aber zumindest ist der Anfang gemacht.

Jetzt rätsele ich natürlich über die Hintergründe, die AVM dazu bewogen haben, IPv6 testweise zu implementieren. Ob wohl ein Großkunde von AVM plant, seine Kunden zukünftig über IPv6 anzubinden?

Bevor jetzt Einwände kommen: Ja, mir ist bekannt, dass es bereits Heimrouter gibt, die seit langem auch IPv6 sprechen. Das sind aber Geräte, die nicht in nennenswerter Zahl auf dem Markt sind, der in Deutschland eindeutig von der Fritz!Box und deren Ableitungen dominiert wird.

IPv6 vorerst abgeschaltet

Bereits vor ein paar Tagen schrieb ich, dass der IPv6-Provider nicht zuverlässig läuft. Mittlerweile ist es so schlimm, dass ich IPv6 vorübergehend vollständig deaktivieren musste. Voraussichtlich werde ich warten, bis IPv6 nativ im Rechenzentrum verfügbar ist. Allerdings nicht für den von Hetzner im letzten Jahr angekündigten Horrorbetrag von knapp 30 Euro pro Monat.

Unzuverlässiger Tunnel

An Ostern startete ich auf meinem Server einen „offiziellen“ Testbetrieb von IPv6, nachdem meine Tests vorher sehr positiv verlaufen waren. Während in meinem geschlossenen Test keine Fehler auftraten, stellte sich nun aber heraus, dass es noch irgendwo hakt: Der eingesetzte IPv6-Tunnel über Hurricane Electric hat sich leider als sehr unzuverlässig herausgestellt.

Aus diesem Grund habe ich vorerst die Nameservereinträge für den Zugriff über IPv6 auf den Domains entfernt – lediglich http://ipv6.pothe.de existiert noch für weitere Tests. Schade, wenn Zukunftstechnologie durch Unzuverlässigkeit des Anbieters kaputtgemacht wird.

IPv6 Testbetrieb gestartet

Nachdem über mehrere Wochen ein geschlossener IPv6-Testbetrieb, z. B. unter der Domain http://ipv6.pothe.de, stattfand, wurde am heutigen Ostersonnabend auch für die Domains dieser Webpräsenz ebenfalls der Zugriff über IPv6 freigeschaltet und entsprechende Einträge im DNS hinterlegt. Es gelten hierbei folgende IP-Adressen:

www.pothe.de = [2001:470:98a2::de:1]
www.modellbahnverwaltung.de = [2001:470:98a2::de:2]
www.ap-modellauto.de = [2001:470:98a2::de:3]
www.münze-online.de = [2001:470:98a2::de:4]
www.ap-briefmarke.de = [2001:470:98a2::de:5]
www.pothe.com = [2001:470:98a2::e:1]
ipv6.pothe.de = [2001:470:98a2::dead:beef]

Bis auf die letztgenannte Domain sind alle anderen natürlich weiterhin auch über das herkömmliche IPv4-Netz erreichbar, wie man es bisher gewohnt war.

Der IPv6-Betrieb ist zunächst ein Testbetrieb, ich beahlte mir vor, diesen bei Bedarf oder bekanntwerdenden Problemen wieder abzuschalten. Auch sind bisher nur die Webpräsenzen per IPv6 erreichbar, d. h. Mailserver, FTP usw. vorläufig weiterhin nur herkömmlich über IPv4.