IPv6 verbreitet sich immer mehr

Immer mehr Internetprovider bieten ihren Kunden den Zugang zum IPv6-Internet an. In Deutschland haben z. B. die Kabelanschluss-Anbieter bei neueren Anschlüssen standardmäßig IPv6-Anschlüsse geschaltet, aber auch die Telekom schaltet IPv6 an neuen Anschlüssen. Und so steigt auch der Anteil an IPv6-Traffic langsam aber sicher.

Auf dem Server pothe.de liegt der Anteil an IPv6-Traffic inzwischen bei etwa 10% – enthalten ist hier sowohl der Traffic im Web, als auch der für E-Mail. Ich bin gespannt, wie sich diese Entwicklung fortsetzen wird.

Merkwürdigkeiten

Ich habe mal wieder für ein kleines Projekt einen vServer bei Strato gemietet. Da ohne Laufzeit kommt man da mit 30 Tagen Kündigungsfrist monatlich raus, also kein großes Risiko.

Aber irgendwie gibt es echt viele Merkwürdigkeiten, wie ich schon jetzt, ohne den Server eingerichtet zu haben, feststellen konnte.

Es geht schon im Bestellformular los: Im Firmennamen können nur Buchstaben und wenige Sonderzeichen eingegeben werden. Nicht möglich sind z. B. Klammern. Und wie soll ich jetzt den Namen „proWeser UG (haftungsbeschränkt)“ da reinbekommen?

Der Server wurde zwar schon am Sonnabend Morgen bestellt, aber erst heute von Strato ausgeliefert. Also gibt es auch dort keine Automatik, sondern irgendein Mensch stößt das manuell an. Keine Schande (bei mir gibt es ja auch keine Automatik diesbezüglich), aber schon schade, da ich den vServer eigentlich am Wochenende bestücken wollte und nicht nach Feierabend unter der Woche.

Jetzt aber der Hammer: Man kann eine zweite IPv4-Adresse dazubestellen und eine IPv6-Adresse. Jawohl: Eine. Eine /128-Adresse. Kein Subnetz, exakt eine einzelne IPv6. Das widerspricht so ziemlich allem, wofür IPv6 steht und ist weitestmöglich von den Empfehlungen der Adressvergabestelle RIPE entfernt, welche nämlich die Verteilung /48 bis /56 empfiehlt (wobei mir auch ein /64 gereicht hätte). Aber /128 geht ja mal gar nicht. Aber vielleicht habe ich ja auch etwas übersehen? Mal sehen, was @STRATO_hilft meint…

Fritz!Box 7390 spricht IPv6

Wurde zur CeBIT 2009 die neue Fritz!Box mit serienmäßiger IPv6-Unterstützung angekündigt, kam die Box Anfang 2010 in nennenswerten Stückzahlen, aber ohne diese Funktionalität auf den deutschen Markt. Doch jetzt ist es soweit: AVM hat heute eine neue Labor-Version der Fritz!Box 7390 bereitgestellt, die neben einer neuen, übersichtlicheren Oberfläche auch die Unterstützung für IPv6 enthält. Damit ist der Punkt erreicht, wo ich endlich auch zuschlagen werde und meine alte 7570 (VDSL-fähige Variante der 7270, auf dem deutschen Markt nur als OEM-Produkt erhältlich) ersetzen werde.

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Ab sofort: IPv6 bei Hetzner

Ab sofort bietet Hetzner seinen Rootserverkunden kostenfreies IPv6, welches nativ am Server anliegt, an. Jeder Server erhält dazu ein /64-Netz. Die Bestellung kann momentan ausschließlich per Supportanfrage über den Robot erfolgen, die Rückwärtsauflösung im DNS sowie Servermonitoring und Trafficauswertung funktionieren noch nicht.

Leider gibt es IPv6 nur in den Rechenzentren RZ 6, RZ 7, RZ 10, RZ 11 und RZ 12 – mein Server steht aber im RZ 5 – und die RZ 3/4/5/9 werden erst bis Ende Oktober umgezogen und können dann erst natives IPv6 erhalten. Schade. Also vorerst weiter nur als Tunnel.

IPv6 bei Hetzner ab April

Juhu! Ab April beginnt bei Hetzner das Zeitalter nativen IPv6-Zugangs. Anfangs wohl etwas eingeschränkt, aber immerhin. Dieses gab der Geschäftsführer heute im Kundenforum auf Nachfrage bekannt:

Wir werden im laufe des April die ersten (Software) Komponenten für IPv6 in Betrieb nehmen, und dann Schritt für Schritt weitere Umstellungen vornehmen. Wir arbeiten nach wie vor fleisig daran.

Eine schöne Nachricht. Und für Skeptiker: Die Hardware (Router usw.) wurde bereits auf IPv6-fähige Komponenten umgerüstet, sofern sie nicht bereits in neueren Bereichen von vornherein IPv6-fähig war.

IPv6 only: (Noch k)eine schöne neue Welt

Im Februar 2008 hatte die NANOG während einer IPv6-Konferenz in einem Selbstversuch ausprobiert, wie das Internet aussieht, wenn man sich nur per IPv6 im Netz bewegt, ohne dass das „herkömmliche“ IPv4 zur Verfügung steht. Das Ergebnis war damals ernüchternd.

Heute, eineinhalb Jahre später, wollte ich es selbst wissen: Was erreicht man, wenn man ausschließlich per IPv6 im Netz surft, ohne IPv4 zur Verfügung zu haben? Interessant schon deshalb, weil ich meine eigenen Webseiten als auch zwei weitere Präsenzen, die bei mir auf dem Server liegen, mit IPv6-Adressen versorgt habe, mein Nameserver eine IPv6 erhalten hat und eigentlich inzwischen auch ein GLUE-Record für pothe.de bestehen sollte (wobei ich nicht weiß, wie man das überprüfen kann, die DeNIC schweigt sich dazu leider aus).

Der Testaufbau: Ein unter Ubuntu 9.04 laufender Linux-Rechner wurde zum IPv6-Router umgewandelt, ein Testsystem mit Windows Vista 32 Ultimate wurde eingerichtet, welchem die IPv4-Schicht entzogen wurde, sodass jede weitere Kommunikation ausschließlich noch per IPv6 erfolgen kann. Da die T-Home derzeit noch keinen nativen IPv6-Zugang zum Internet anbietet, wurde zwischen dem IPv6-Internet und meinem IPv6-Router (also dem Linux-PC) mit Hilfe von SixXS (sprich: Six Access) ein Tunnel durch das IPv4-Internet gebohrt. Lokal werden IPv6-Adressen über radvd verteilt.

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Fritz!Box 7390 wird ausgeliefert

Eine reisserische Überschrift, ich weiß. Aber seit heute kann man die Fritz!Box 7390 tatsächlich bestellen, wie erwartet jedoch vorerst nur über den Internetprovider 1&1 im Tarif „1&1 DSL HomeNet 50000“ (bei den Surf&Home-VDSL-Tarifen gibt es dagegen eine als Fritz!Box 7570 bezeichnete Speedport 920V, welches widerum eine mit VDSL-Chip versehene Fritz!Box 7270 ist), als normale Retail-Variante wird sie dann, wie ich vermute, ab Oktober im Handel erhältlich sein.

AVM Fritz!Box 7390 als 1&1 HomeServer 50000
Die neue FRITZ!Box 7390 ermöglicht erstmals WLAN N-Verbindungen gleichzeitig im 2,4 GHz- und im 5 GHz-Band. Besonders in Bereichen mit vielen überlappenden Funknetzen erweist sich das 5 GHz-Band als vorteilhaft.

Mit der Kombination von VDSL und ADSL lässt sich die FRITZ!Box 7390 an jedem DSL-Breitbandzugang einsetzen. Erstmals wird auch serienmäßig IPv6 unterstützt (für die 7270 gibt es übrigens eine entsprechende Labor-Version, diese Funktionalität dürfte daher wohl bald auch offiziell für den Vorgänger der neuen Box verfügbar sein), außerdem wird intern erstmals mit Gigabit-Ethernet verbunden statt der bisherigen 100 MBit/s-Ports.

Foto: 1&1

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Details zu den neuen Servern bei Hetzner

Vor ein paar Tagen berichtete ich, dass es ab heute eine neue Servergeneration bei Hetzner geben wird. Seit wenigen Stunden stehen nun weitere Details fest. Zukünftig gibt es nur noch 4 einzelne IP-Adressen, nicht mehr wie bislang ein /29-Subnetz, welches neben der Stamm-IP bis zu 8 weitere IP-Adressen ermöglichte. Zwar sind auch zukünftig weitere IP-Adressen bzw. Subnetze möglich, diese werden aber die Buchung des FlexiPack für weitere 15,- €/Monat voraussetzen.

Die neuen Server stehen allesamt im neuen, heute eröffneten, Rechenzentrum RZ10 in Falkenstein (Thüringen), welches auch natives IPv6 bietet – leider sind IPv6-Adressen derzeit aber noch nicht bestellbar, da die Kundenoberfläche „Hetzner Robot“ damit noch nicht klar kommt. Ein Zeitplan für die Bestellbarkeit dieses nativen IPv6 gibt es nach Aussagen vom Chef Martin Hetzner leider noch nicht, lediglich die Entscheidung, dass es später für jeden im RZ10 stehenden Server auf Wunsch ein IPv6-Subnetz kostenfrei geben soll.

Insgesamt gibt es also viele Verbesserungen, selbst der kleinste Server EQ4 für 49,- € ist deutlich leistungsfähiger als der größte alte Server DS8000 für 99,-€. Aber in einigen Details, wie den IP-Adressen, gibt es auch Einschränkungen, sodass es nicht für jeden Vorteilhaft ist, seinen alten Server durch einen neuen zu ersetzen.

Natives IPv6 bei Hetzner

Ich schrieb ja schon vorgestern bei der Vorstellung der neuen Hetzner-Server, dass über mögliche Optionen derzeit noch nichts bekannt ist. Auch spekulierte ich über IPv6.

Heute las ich im internen Kundenforum einen interessanten Artikel vom Chef persönlich, den er am 02. November 2008 verfasste:

„Wir werden versuchen, die Infrastruktur fuer unser neues RZ IPV6 fähig aufzubauen. Danach gibt es noch eine Menge Änderungen an diversen administrativen Systemen, und irgenwann wird jeder Root Server eine IPV6 Adresse dort bekommen. Ergo – wir arbeiten Schritt für Schritt daran, aber es wird noch eine ganze Weile dauern.“

Und nun sind wir gespannt auf Pfingstmontag!

Auch derzeit ist IPv6 auf Anfrage schon bei Hetzner verfügbar. Mit einem Preis von 29,- € monatlich aber vollkommen indiskutabel, wie (nicht nur) ich finde. Und mir ist bislang auch noch keine einzige Website untergekommen, welche über das Hetzner-eigene IPv6-Subnetz 2a01:4f8::/32 erreichbar wäre…

IPv6: Ein neuer Versuch

Nachdem ich heute vor einem Jahr bereits mit IPv6 experimentierte und meine Websites per IPv6 erreichbar machte, diesen Versuch später jedoch wegen technischer Probleme abbrechen musste, habe ich nun wieder eine Testpräsenz aufgeschaltet. Diese Webpräsenz ist unter der Adresse http://ipv6.pothe.de wieder über IPv6 erreichbar. Anders als der Heise-Verlag habe ich jedoch keinen Proxy geschaltet, der absolute Links ändert, sodass einige Links ggf. auf www.pothe.de verweisen, welches nur im herkömmlichen IPv4 zu erreichen ist.

Aber es ist ja auch nur ein Testbetrieb. Sollten Sie sich sicher sein, dass Sie einen Zugang zum IPv6-Netz haben, würde ich mich freuen, hier über Erfolg oder Misserfolg beim Zugang zu ipv6.pothe.de zu lesen.