1&1 und das Versuchskaninchen namens Kunde – Teil 2

Schon am 12. Oktober schrieb ich einen Artikel darüber, dass 1&1 seine Kunden als Versuchskaninchen benutzt. Die letzten Tage lief es ja – Gott sei Dank – einwandfrei. Ich bekam immer IP-Adressen aus den Bereichen 89.13.x.x und 89.12.x.x, wo es nie Probleme gab.

Tja, und heute? 89.14.x.x – und nichts läuft. Macht 1&1 das, um mich zu ärgern, oder sind die Techniker in dem Haus einfach nur unfähig? Ich vermute letzteres, das Unternehmen ist scheinbar zu groß geworden und Qualitätsmanagement zu teuer. Anders lässt sich diese massive Häufung an Problemen nicht mehr erklären.
So langsam komme ich zu dem Punkt, dass ich diesen Provider nicht mehr empfehlen kann, denn sowas darf höchstens ein mal für wenige Stunden in zwei Jahren vorkommen, aber nicht derart häufig, wie es 1&1 derzeit macht.

Update 01.11.: DNS läuft heute auch mit einer 89.14.x.x-IP, aber haufenweise Packetloss, womit das Internet praktisch unbenutzbar ist. Und der Newsserver meint auch abwechslungshalber mal wieder, mir als Kunden keine Gruppen anbieten zu müssen. Das kennen wir doch alles schon! Nun ja, mit der „Zwangsvorwahl“ für den Telekom-Backbone läuft es noch. Dafür gibt es da halt die regelmäßigen, providerseitigen Trennungen, allein heute hatte ich schon 30 Verbindungsabbrüche 🙁

E-Mails kosten nichts

Dass E-Mails viel zu billig sind (nämlich nahezu kostenlos), merkt man an dem vielen Spam. Und derzeit ist es schlimmer denn je, es kommt einem so vor, als würde über 99% des derzeitigen E-Mail-Verkehrs Spam sein.

Ich selbst bekomme davon nicht sehr viel mit, da der überwiegende Teil (ca. 98%) an Spam, Phishing-Mails, Würmern und Trojanern bereits auf meinem Mailserver abgefangen, d. h. geblockt oder umweltverträglich entsorgt werden. Wenn ich dann aber mal in das Logfile des Mailservers schaue, dann frage ich mich regelmäßig, wie die Spamer auf solche merkwürdigen Konstrukte an E-Mail-Adressen kommen. Hier mal eine kleine Liste, was mir nur innerhalb der letzten zwei Stunden an bespamten Zieladressen aufgefallen ist, die allesamt nicht existieren noch jemals existierten: pport@modellbahnverwaltung.de, utveamk@pothe.de, vorname.nachname@pothe.de, janhoch@pothe.de, kotikj@pothe.de, securitas@pothe.de, ktyking@pothe.de, ilovetoni@pothe.de, heidivoske@pothe.de und noch ca. 100 andere.

Scheinbar wird versucht, mit irgendwelchen unsinnigen Empfängeradressen irgendjemanden am anderen Ende zu erreichen – es gibt offensichtlich noch immer zuviele Personen, die sogenannte „Catch-All-Adressen“ eingerichtet haben, d. h. die sämtliche E-Mails in ein Postfach einliefern, welche an beliebige Namen innerhalb ihrer Domains geliefert werden. Sowas habe ich nicht, und werde jedesmal, wenn ich das Logfile des Mailservers betrachte, in meiner Ansicht bestätigt, dass diese Catch-All-Adressen überflüssig sind wie ein Kropf.

Andererseits ist es doch sehr erstaunlich, wie lange sich einmal genutzte, aber nicht mehr existente E-Mail-Adressen in Spamerkreisen halten: Nur im Zeitraum 09.09.1999 bis 28.06.2000, also gerade einmal etwas über neun Monate, wurde von mir im Usenet die Adresse control@modellbahnverwaltung.de genutzt, danach wurde sie von mir deaktiviert und nie wieder verwendet. Allein am heutigen Sonnabend (Zeitraum: 00:00 bis 16:00 Uhr) wurde versucht, an diese seit über 6 (in Worten: sechs) Jahren nicht mehr existente Adresse 547 Spams zuzustellen – was aufgrund von Spamfiltern oder letztlich spätestens an der Nichtexistenz dieser Adresse scheiterte.

Und während ich das hier schrieb, lief im Hintergrund das Logfile mit und kam kaum dazu, zu verschnaufen…

Unterstützt Schlund & Partner Spamer? – Teil 2

Gestern fragte ich noch, ob Schlund & Partner / 1&1 durch die Anwendung von SRS Spamer unterstützt. Die Frage ist noch nicht geklärt, es ist ja Wochenende. Und da wäre es ja zuviel verlangt, wenn Serveradministratoren arbeiten würden (nur für diejenigen, die es nicht verstanden haben: Der Satz war ironisch gemeint).
Durch Zufall lese ich heute, dass GMX auch zu den Anbietern gehört, die SPF-Einträge unterstützen. Da ich ja u. a. die Domain pothe.com mit einem SPF-Record „geschützt“ habe, wollte ich das doch gleich mal ausprobieren. Also von zwei Servern E-Mails eingeliefert, von einem „erlaubten“ und von einem „unerlaubten“. Siehe da: Der erlaubte Server konnte erfolgreich zustellen, beim unerlaubten Server kam die erhoffte Ablehnung der Mail:

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Unterstützt Schlund & Partner Spamer?

Von einem Unternehmen wie Schlund & Partner, welches zu United Internet gehört und damit ein Schwesterunternehmen von 1&1 ist (und für dieses auch viele Dienstleistungen übernimmt, z. B. werden für die 1&1-Kunden Mailserver bereitgestellt), erwartet man, dass keine Spamer unterstützt werden. Man sollte auch davon ausgehen, dass dort aktiv gegen die Versendung von (illegaler) Werbung, Viren, Trojaner, Phishing-Mails und Malware vorgegangen wird.

Leider ist das nicht so, im Gegenteil, dieses Unternehmen unterstützt den Versand dieser Schad-E-Mails sogar, indem es ein Spamschutzverfahren aushebelt! Ich hoffe sehr, dass das nur unbewusst geschehen ist und sich in Kürze ändern wird. Unterstützt Schlund & Partner Spamer? weiterlesen

1&1 und das Versuchskaninchen namens Kunde

Gleich mal vorab: Insgesamt war ich mit 1&1 nie wirklich unzufrieden. Im Gegenteil, dank deren Angebot 3DSL spare ich bei normalerweise guter bis sehr guter Leistung sogar viel Geld, da ich so als Monatspauschale gerade mal 29,95 EUR bezahle für DSL-Leitung, DSL-Internetzugang und VoIP-Flatrate für das deutsche Festnetz. Woanders zahlt man allein für die DSL-Leitung schon genauso viel, wenn man – wie ich – einen 16000er Zugang hat, und muss für Internet und Telefonie noch extra zahlen.

Derzeit allerdings muss man – fast schon wütend – feststellen, dass 1&1 die eigenen Kunden verärgert, indem sie als Versuchskarnickel herhalten müssen. Man muss nämlich wissen, dass dieses zum börsennotierten Internetkonzern United Internet gehörende Unternehmen seit einiger Zeit einen eigenen IP-Adressbereich 89.12.x.x besitzt, der über den Backbone von Telefonica / Mediaways geroutet wird, seine eigenen, dem Kunden dienenden Server aber nicht darauf einrichtet. Und viele 3DSL-Kunden werden über diesen Backbone geroutet statt wie bisher über den Telekom-Backbone.

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Schnell und Schneller – von ISDN zu DSL2+

Alles ist relativ. Wahnsinn, was der Umstieg vom analogen Modem auf ISDN brachte.

Dann kam die damalige Deutsche Telekom auf die Idee, unter dem Namen T-DSL einen Feldversuch mit der neumodischen ADSL-Technik durchzuführen. Mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit von 768 kbit/s down konnte man im Internet surfen und mailen, für den Upload gab es immerhin 128 kbit/s, was immer noch doppelte ISDN-Geschwindigkeit bedeutete.

Zusätzlich zur T-DSL-Grundgebühr von 25,- DM kamen noch 99,- DM hinzu für den Internetzugang im Tarif „T-Online Speed 50“, der immerhin 50 Stunden im Monat enthielt. Wer an der Marktstudie teilnahm und jeden Monat einen Fragebogen ausfüllte, bekam diese 99 Mark erlassen. Schnell und Schneller – von ISDN zu DSL2+ weiterlesen

Stromausfall bei Hetzner

Heute morgen hat es im Rechenzentrum 6 bei Hetzner gekracht. Und außer den betroffenen Kunden hat es scheinbar keiner bemerkt *. Gottseidank ist mein Server dort nicht untergestellt, allerdings kommen im RZ6 auch einige Leitungen von außen an, die erst von dort aus auf andere Rechenzentren weiterverteilt werden. Insofern kann es durchaus sein, dass auch dieser Server davon betroffen war.

Einen Vorwurf sollte man Hetzner übrigens in diesem Fall nicht machen: Wenn der Kurzschluss zwischen Servern und USV/Dieselaggregaten auftritt, nützen beste unabhängige Stromversorgungen nichts. Da hätte höchstens eine zweite unabhängige Stromversorgung was gebracht, was – von wenigen Ausnahmen abgesehen – aber keiner bezahlen will.

* Merkwürdig ist, dass Heise noch nichts davon berichtet, wo das Problem doch schon heute morgen ganz früh aufgetreten ist…

.com-Domains bei Schlundtech

Tja, da haben wir wieder das Problem: Wer eine .COM-Domain bei Schlundtech hostet, sollte tunlichst aufpassen, welche Nameserver er einrichtet. Hat man nämlich einmal den Domainnamen selbst als Nameserver eintragen lassen, bekommt man ihn nicht wieder weg. Zumindest nicht, ohne den Support anzurufen, da diese Option dem Kunden nicht zur Verfügung steht.

Besonders ärgerlich dabei: Der zweite Nameserver, den Schlundtech dem Kunden zur Verfügung stellt, aktualisiert zukünftig vom neuen Nameserver, obwohl der wegen der fehlgeschlagenen Aktualisierung eigentlich gar nicht zuständig ist… 🙁

Nachtrag 09.10.06: .com-Domains bei Schlundtech weiterlesen

Testsieger auf dem Prüfstand

Schon mehrfach hat Hetzner von diversen Computerzeitschriften, allen voran den bekannten und etablierten Erzeugnissen aus dem Heiseverlag, nämlich c’t und IX, bei Vergleichen von Serverangeboten Empfehlungen eingeheimst. Der letzte entsprechende Test in der c’t 19/06 sprach eindeutig dafür. Und seit neuestem gibt es bereits ab dem Server DS3000 glatte sechs IP-Adressen dazu, fünf davon werden in einem /29-Subnetz abgebildet (d. h. 3 IP-Adressen liegen mehr oder minder sinnlos herum).

Marc Haber hat nun einen solchen Server unter die Lupe genommen, und meint eine schwere Sicherheitslücke gefunden zu haben, die bis zur Übernahme von fremden IP-Adressen führen könne. Hat die c’t, die ähnliche Probleme bei anderen Rechenzentren (etwa Strato oder Server4You) in der Vergangenheit anprangerte, das nur übersehen? Oder gibt es ein neues Problem? Eine Antwort dazu seitens Herrn Hetzner steht noch aus. Wollen wir hoffen, dass sich alles zum guten wendet – warten wir es ab. Aber nicht zu lange.

Nachtrag 11.10.2006: Mittlerweile tut sich bei Hetzner etwas diesbezüglich, wie man im Forum lesen kann. Wollen wir hoffen, dass die Umsetzung nicht zulange dauert, auch wenn die Techniker dieser Tage erstmal was anderes zu tun hatten.