An das Finanzamt Hameln

Sehr geehrte Finanzbeamtin, sehr geehrter Finanzbeamter,

Sie haben es versäumt, die hier nicht aufgeführten fälligen Beträge von meinem Konto einzuziehen.

Bitte ziehen Sie innerhalb einer Woche
– die rückständigen Steuern bzw. Abgaben,
– nicht aber die in Ihrer Mahnung ausgewiesenen Säumniszuschläge und
– auch nicht die durch den Beginn eines weiteren Säumnismonats verwirkten Säumniszuschläge
von meinem, Ihnen bekannten Konto ein.

Bei Nichtbeachtung dieser Mahnung ist der Steuerzahler gezwungen einen Rechtsanwalt zur Wahrung seiner Interessen einzuschalten. Dadurch entstehen Ihnen Unannehmlichkeiten und weitere Kosten.

Zum Einzug der rückständigen Beträge, beachten Sie bitte die Einzugsermächtigung, die ich Ihnen zusammen mit der Steuererklärung eingereicht habe!

Falls Sie den angeforderten Betrag inzwischen eingezogen haben, teilen Sie mir dies bitte auf der Rückseite dieses Blogs mit.
Bitte wenden Sie sich an Ihren zuständigen Steuerzahler, wenn Sie Fragen zu dieser Mahnung haben.

Hochachtungsvoll
Ihr Steuerzahler

Anmerkung: Liebes Finanzamt, ich finde es sehr schön, wenn du Auszubildende und Praktikanten beschäftigst. Noch schöner fände ich es, wenn die Auszubildenden und Praktikanten auch von erfahrenen Kräften kontrolliert würden. Es ist unschön, wenn der Steuerzahler deine Fehler ausbaden muss. Und das in diesem Fall bei mir schon zum zweiten Mal in diesem Jahr.

P.S.: Liebes Finanzamt, ich hoffe, dass ich es geschafft habe, in diesem Blogbeitrag die gleichen Rechtschreib- und Grammatikfehler einzubauen, die auch in deiner unberechtigten Mahnung vorhanden sind. Sollte der ein oder andere Fehler fehlen, bitte ich um Entschuldigung!

Jetzt bitte wenden – Teil 2

Ich fahre nach Porta Westfalica zu Porta Möbel. Da ich nicht weiß, wo das ist, lasse ich mich mit dem Navi lotsen.

Kurz vor Ende der B83 (diese mündet in Bückeburg in die B65) kommt die Anweisung: „In 300 Meter die Straße rechts Richtung Hannover verlassen.“ Etwas verwundert, weil ich Porta Westfalica hinter Minden verortet hätte, folge ich – leicht widerwillig – meinem Navi.

Kaum bin ich abgebogen, kommt die Meldung: „Jetzt bitte wenden!“. Danke auch Navi! – Auf offener Strecke hier zu wenden wäre Selbstmord – die nächste Möglichkeit gab es nach ca. 5 km…

Übrigens ist die Anfahrt von Hameln genial einfach: Auf die B83 Richtung Bückeburg fahren und dann immer gerade aus (die B83 geht in die B65 über, die wiederum auf eine kommunale Straße übergeht und an einem Kreisverkehr in Porta Westfalica endet. Dort fährt man „geradeaus“ (zweite Abfahrt) und steht vor dem Eingang von Porta Möbel.

Kleiner Fehler im Blog-System…

Nach einem Update einer Standardsoftware (hier: WordPress als genutztes Framework für diesen Blog) sollte man unbedingt alle Funktionen testen. Diese Lehre habe ich gezogen.

Zwecks des Schutzes vor Spam (bzw. zur Erschwerung desselben) habe ich vor einiger Zeit ein sogenanntes CAPTCHA installiert gehabt, welches auch hervorragend seinen Dienst tat (d. h. ein Kommentar wurde nur dann angenommen, wenn man den in einem Bild dargestellten Text korrekt in ein dafür bereitgestelltes Feld eingab). Bis zum letzten Update von WordPress… Es wurden einige Dateien durch das Update geändert, das CAPTCHA wurde nicht mehr angezeigt (genausowenig wie das zugehörige Eingabefeld), und jeder, der einen Kommentar abgeben wollte, erhielt nur noch die Nachricht: „Falsches SPAM-Wort.“, denn die Ãœberprüfung, ob die (nicht vorhandene) Eingabe mit dem (nicht vorhandenen) CAPTCHA-Bild übereinstimmt, wurde trotzdem durchgeführt :-(. Daher habe ich jetzt erst einmal das CAPTCHA deaktiviert und lösche eingehenden Spam vorübergehend erstmal wieder manuell, bis es wieder ausreichend Zeit habe, die Funktionalität wieder einzubauen.

Vielen Dank übrigens an Andreas R., der mich auf das Problem hinwies. Für das Problem bitte ich um Entschuldigung!

Strato – ein Abenteuer [Update]

Ich hätte es ja wissen müssen – leider war ich so doof, und habe die Nummer meiner UMTS-/GPRS-Datenkarte angegeben, als Strato unbedingt eine Handynummer haben wollte, um eine SMS zuzusenden. Der Vorteil dieser Datenkarte ist nämlich, dass sie ausschließlich für die Datenübertragung inklusive SMS geeignet ist – telefonieren ist damit nicht möglich, Anrufer erhalten nur die Ansage „Der Teilnehmer ist nicht erreichbar“. Aber für telefonische Kontakte hatte ich bei Strato ja auch meine Festnetznummer angegeben.

Nun ja, die Meldung, dass der Server eingerichtet sei und ich ihn unter config.stratoserver.net konfigurieren könne, kam dann am 09. Juli. Da ich keine Domain bestellt habe (brauche und will ich nicht), lautete die Kennung hirgendwas.stratoserver.net – das Passwort sei mir per SMS zugegangen. Aber: Die einzige SMS, die ich erhielt, war die Kennung für die Bestellbestätigung – doch wenn ich die eingebe, kommt immer nur die Meldung „Passwort ungültig“. Ein Klick auf „Passwort vergessen“ forderte Daten, die ich nicht eingeben konnte, da dazu Angaben von der Rechnung (die ich noch nicht vorliegen hatte) erforderlich sind.

Also antwortete ich auf die E-Mail: Strato – ein Abenteuer [Update] weiterlesen

Strato: „In Deckung! Kunde droht mit Auftrag!“

Wie doof muss man eigentlich sein? Bei Strato sind sie scheinbar sehr doof.

Ich wollte mir eigentlich einen kleinen vServer mieten, der als Backupsystem für E-Mails herhalten soll, falls mein eigentlicher Server, der bei Hetzner steht, mal ausfallen oder aus sonstigen Gründen nicht erreichbar sein sollte. Das Problem: Strato will scheinbar keine Kunden, wenn diese nicht ihre Mobilfunknummer angeben wollen. Oder können. Es soll nämlich auch Leute geben, die kein Mobiltelefon haben.

Eine Festnetznummer kann nicht angegeben werden, obwohl der Empfang von SMS auch dort problemlos möglich wäre. Wobei sich die Frage stellt, warum überhaupt so ein umständliches und kundenunfreundliches Verfahren gewählt wird – wahrscheinlich wollt ihr nur irgendwelche Handynummern haben, um mich mit Werbung zu belästigen?

Liebe Taxifahrer,

was ist eigentlich das Erste, das Ihr in Eurer Taxifahrerausbildung lernt? Man könnte den Eindruck bekommen, dass vor allem Nölen und Meckern auf dem Plan stehen, während das Auswendiglernen des Stadtplans mit Straßennamen und POIs (Points of Interest) nur eine Nebensache ist.

Zumindest kann ich es mir nicht anders erklären, dass ich diese Woche bei vier Taxifahrten in Bonn genau vier solcher Nöl-Fahrten mitmachen musste. Warum war diese Woche so anders als die letzten Wochen, wo das zwar auch vorkam, aber eher die Ausnahme war?

Lag es daran, dass die Fahrten „nur“ 12 Euro kosteten (von Bonn Hbf nach Bad Godesberg bzw. zwischen Bad Godesberg und Kessenich) und es sich nicht um die lukrativen 35-Euro-Fahrten zum Flughafen Köln/Bonn gehandelt hat?

Besonders schlimm waren die zwei Fahrten, wo ich mangels Bargeld (ich vergaß, ausreichend davon mitzunehmen) mit Kreditkarte zahlen musste – sicherlich mache ich das bei so kleinen Beträgen eher nicht gern, aber es ging nun mal nicht anders. Zeter, Mordio! Immerhin habe ich dabei auch mitbekommen, dass Prozentrechnung nicht zu Eurer Ausbildung zu gehören scheint: Denn man wollte mir doch glatt weismachen, dass bei Kreditkartenzahlung 5% Disagio und 19% Mehrwertsteuer, insgesamt also 24% runtergingen. Bruhaha – die Korrektur der Aussage dieses ziemlich unverschämten Kollegen habe ich mir dann doch lieber erspart, auf so ein Niveau gebe ich mich nicht herunter.

Ist ein Taxifahrer hier, der den Fehler des Kollegen korrigieren will? Vielleicht liest er ja zufällig diesen Blogeintrag – wobei ich eher wenig Hoffnung habe, dass er dazu fähig ist 🙁

Liebe Taxifahrer, es ist nicht mein Problem, wenn es in einer Stadt wie Bonn 230 Taxiunternehmen gibt, was für eine Stadt wie Bonn eigentlich viel zu viel ist und sich so am Hauptbahnhof die Taxen stapeln oder auch z. B. am Taxistand in der Kennedyallee fast nur Kurzstreckenaufträge kommen. Wenn es Euch nicht passt, fahrt kein Taxi – eure Kollegen werden es euch danken. Und ich übrigens auch, wenn ich wieder – wie noch vor wenigen Wochen – freundliche Taxifahrer bekomme, die nicht nur Meckern und Nölen können. Ich habe ja die Hoffnung, dass meine Erlebnisse dieser Woche nur am bevorstehenden Karneval lagen…

Ach so, nochwas: Von Bad Godesberg nach Kessenich fährt man idealerweise über Dottendorf. Und nicht den zwei Euro teuren Umweg über die Reuterbrücke…

MediaMarkt – wohl doch blöd gelaufen

Wie bei Heise zu lesen ist, scheint die Gerechtigkeit doch zu siegen: Der MediaMarkt und sein ach so toller Anwalt Steinhöfel haben endlich einen – wenn auch nur kleinen – Riegel vorgeschoben bekommen. Es wird dabei die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung zietiert: >das Gericht [Landgericht München, A. Pothe] habe in sechs Verfahren Anträge von Media-Märkten auf einstweilige Verfügungen als „missbräuchlich und damit unzulässig“ zurückgewiesen. Das Gericht unterstütze die abgemahnten Online-Händler in ihrer Ansicht, die Tochter des Metro-Konzerns versuche sie mit Hilfe des Wettbewerbsrechtes zu schikanieren und Kosten aufzubürden. Beim Vorgehen der Media-Märkte dominiere das „Gebührenerzielungsinteresse“<

Zu meinem allergrößten Bedauern scheint es aber andere Gerichte zu geben, die keine geschäftliche Massenabmahnung zum Zweck der Gebührenerzielung erkennen wollen – schließlich sei (fast?) jeder MediaMarkt mit einer eigenen Gesellschaft ausgestattet.

Ich habe für mich jedenfalls beschlossen, um den MediaMarkt bis auf weiteres einen großen Bogen zu machen, da mir deren Machenschaften überhaupt nicht gefallen. Allerdings fällt mir das auch nicht sonderlich schwer, da ein Synonym für diese Kette ja sowieso TeuerMarkt ist – die Angebote, wo MediaMarkt auch nur halbwegs mit anderen regionalen wie überregionalen Anbietern mithalten kann, muss man mit der Lupe suchen. Meist aber gibt es die gewünschten Produkte woanders günstiger, teilweise sogar deutlich günstiger. Und entsprechend selten habe ich überhaupt einen solchen Laden besucht und noch seltener dort was gekauft (eigentlich nur dann, wenn ich etwas dringend brauchte und er das einzige Geschäft vor Ort war, der den Artikel vorrätig hatte).

Gewinnspielservice Hamburg

„Guten Tag – Sie haben gewonnen! Sie sind in diesem Monat ausgelost worden, zwei mal auf unsere Kosten Lotto zu spielen! Das ganze ist für Sie kostenlos. Sie müssen nur nach dem Signalton kurz ‚Ja‘ sagen und dranbleiben. Auch dieses Telefonat ist natürlich für Sie kostenlos! Achtung, jetzt kommt der Signalton *piep*“ – So klang es heute Abend um 18:42 Uhr an meinem Telefon. Die Rufnummer wurde vom Anrufcomputer natürlich unterdrückt.

Da ich sowieso mal eine kleine Pause brauchte, bin ich einfach mal drangeblieben und habe ‚Ja‚ in das Telefon gehaucht. Jetzt sollte man meinen, dass man schnell bedient wird – doch nicht bei diesem Telefon-Spamer. Da wartet man geschlagene zwei Minuten, bevor sich am anderen Ende jemand meldet. Das war (angeblich) eine Frau Krüger vom Gewinnspielservice Hamburg: „Gewinnspielservice Hamburg – mit wem spreche ich bitte?“ – „Müller, mein Name. Wer sind Sie bitte?“ – „Ich bin Frau Krüger vom Gewinnspielservice Hamburg“ – „Nein, ich meine, wo sitzen Sie? Sie müssen doch eine Adresse haben“ – *klack*

Ich muss meine Strategie noch ändern, um an die Adressen der Spamer zu kommen, um rechtliche Schritte einleiten zu können.

Alternativ wäre es eine Überlegung wert, die Telefonbucheinträge löschen zu lassen. Aber ob es das wirklich bringt?

1&1 und das Versuchskaninchen namens Kunde – Teil 2

Schon am 12. Oktober schrieb ich einen Artikel darüber, dass 1&1 seine Kunden als Versuchskaninchen benutzt. Die letzten Tage lief es ja – Gott sei Dank – einwandfrei. Ich bekam immer IP-Adressen aus den Bereichen 89.13.x.x und 89.12.x.x, wo es nie Probleme gab.

Tja, und heute? 89.14.x.x – und nichts läuft. Macht 1&1 das, um mich zu ärgern, oder sind die Techniker in dem Haus einfach nur unfähig? Ich vermute letzteres, das Unternehmen ist scheinbar zu groß geworden und Qualitätsmanagement zu teuer. Anders lässt sich diese massive Häufung an Problemen nicht mehr erklären.
So langsam komme ich zu dem Punkt, dass ich diesen Provider nicht mehr empfehlen kann, denn sowas darf höchstens ein mal für wenige Stunden in zwei Jahren vorkommen, aber nicht derart häufig, wie es 1&1 derzeit macht.

Update 01.11.: DNS läuft heute auch mit einer 89.14.x.x-IP, aber haufenweise Packetloss, womit das Internet praktisch unbenutzbar ist. Und der Newsserver meint auch abwechslungshalber mal wieder, mir als Kunden keine Gruppen anbieten zu müssen. Das kennen wir doch alles schon! Nun ja, mit der „Zwangsvorwahl“ für den Telekom-Backbone läuft es noch. Dafür gibt es da halt die regelmäßigen, providerseitigen Trennungen, allein heute hatte ich schon 30 Verbindungsabbrüche 🙁

Unterstützt Schlund & Partner Spamer? – Teil 2

Gestern fragte ich noch, ob Schlund & Partner / 1&1 durch die Anwendung von SRS Spamer unterstützt. Die Frage ist noch nicht geklärt, es ist ja Wochenende. Und da wäre es ja zuviel verlangt, wenn Serveradministratoren arbeiten würden (nur für diejenigen, die es nicht verstanden haben: Der Satz war ironisch gemeint).
Durch Zufall lese ich heute, dass GMX auch zu den Anbietern gehört, die SPF-Einträge unterstützen. Da ich ja u. a. die Domain pothe.com mit einem SPF-Record „geschützt“ habe, wollte ich das doch gleich mal ausprobieren. Also von zwei Servern E-Mails eingeliefert, von einem „erlaubten“ und von einem „unerlaubten“. Siehe da: Der erlaubte Server konnte erfolgreich zustellen, beim unerlaubten Server kam die erhoffte Ablehnung der Mail:

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