Die Deutsche Telekom und das Schneckentempo

Die Deutsche Telekom schafft es immer wieder, ihre Kunden (und diejenigen ihrer Reseller-Provider) zu verärgern. Gerade in den Abendstunden kommt es bei vielen Angeboten zu enormen Einbrüchen in der Verbindungsgeschwindigkeit, weil die Telekom die Leitungskapazitäten bewusst (zu) knapp hält.

Seit neuestem sind nicht mehr nur Streaming-Angebote wie Youtube betroffen, sondern eine große Anzahl deutscher Webangebote, da die Telekom nun auch einen der größten deutschen Hoster/Serverbetreiber, die Firma Hetzner, blockiert bzw. durch überlastete Leitungen schickt.

Nach Aussagen des Geschäftsführers Martin Hetzner im eigenen Kundenforum weigert sich die Deutsche Telekom, mit der Firma Hetzner zu peeren bzw. verlangt von der Firma Hetzner ein vielfaches des üblichen Preises, um den Traffic zum Endkunden der Telekom zu schicken. Leiden müssen darunter in erster Linie die Kunden der Deutschen Telekom, die zumindest zu den Hauptverkehrszeiten (also vorwiegend am Abend) mit langsamen Verbindungen zu kämpfen haben.

Bitte beschweren Sie sich daher unbedingt bei Ihrem Provider, wenn die Webangebote zu langsam laden. Bei der Telekom können Sie das per Telefon machen, oder bei Twitter an @telekom_hilft oder auch bei Facebook, wo Ihnen ebenfalls Telekom-Hilft zur Verfügung steht. Nur wenn sich genügend Kunden beschweren (und ggf. auch zumindest mit der Kündigung drohen), wird die Telekom ihre kundenfeindliche Politik hoffentlich doch mal ändern.

Neue Regeln für E-Commerce – Preisanpassungen erforderlich

Die Europäische Union hat sich mal wieder etwas Neues ausgedacht. Um genau zu sein, hatte sie das schon 2008, aber wirksam wird es erst jetzt zum 01. Januar 2015. Die Zusammenfassung: Alle elektronisch ausgelieferten Artikel (sogenannter ESD – Electronic Software Delivery) müssen zukünftig nicht mehr im Land des Absenders, sondern im Land des Empfängers umsatzversteuert werden. Statt also in Deutschland einheitlich für alle Privatkunden innerhalb der EU 19% Umsatzsteuer zu erheben und abzuführen und somit einen identischen Warenpreis für alle Kunden zu haben, richtet sich der Endpreis ab Januar 2015 danach, in welchem Land Sie als Kunde sitzen. Wohnen Sie in Österreich oder Frankreich, müssen wir Ihnen zukünftig 20% Mehrwertsteuer berechnen (und nach Österreich bzw. Frankreich abführen), in den Niederlanden und Belgien sind es gar 21%, in Italien 22% und wenn Sie in Ungarn wohnen sogar 27%.

Leider können wir diese zusätzlichen Kosten als auch die der zusätzlichen Bürokratie nicht vollständig selbst übernehmen. Aus diesem Grund wird es zu geringen Preisanpassungen kommen, deren Preise ich hier exemplarisch für die oben genannten Ländern nennen möchte. Diese Preise gelten ab 01. Januar 2015 für die Standard-Vollversionen von AP Modellauto, AP Modellbahn, AP Briefmarke und AP Münze, die bisher einheitlich 35,- EUR kosten:

Deutschland (inkl. 19% USt.): 35,70 EUR
Österreich, Frankreich (inkl. 20% USt.): 36,– EUR
Niederlande, Belgien (inkl. 21% USt.): 36,30 EUR
Italien (inkl. 22% USt.): 36,60 EUR
Ungarn (inkl. 27% USt.): 38,10 EUR
Andere Länder der EU entsprechend dem jeweiligen USt-Satz. Bei Lieferung nach Luxemburg und Ländern außerhalb der EU bleibt es voraussichtlich bei dem bisherigen Programmpreis von 35,– EUR.