2008 – Odyssee bei der Telekom

Bereits im Januar fasste ich den Beschluss, meinen Internetzugang bei 1&1 aufgrund diverser Schoten seitens des Anbieters (die ich nicht alle hier im Blog veröffentlicht habe) zu kündigen und zur Telekom, also T-Home, wie sie sich momentan nennt, zurückzuwechseln. Der Kündigungstermin war der 28.09.2008, der mir so auch von 1&1 bestätigt wurde, und tatsächlich kam ich an eben diesem Sonntag, dem 28.09.2008 nicht mehr ins Internet.

Gemäß der vorliegenden Bestätigung der Telekom/T-Home sollte ich eine Wartezeit von 6 Tagen haben, bis mein neuer Tarif Call&Surf Comfort Plus mit DSL-16000 geschaltet sei. Selbst bei schlechtestmöglichster Auslegung dieses Zeitfensters, nämlich nur Montags bis Freitags zu zählen und dabei Feiertage (3. Oktober) auszulassen, hätte der neue Zugang also am 7.10. funktionieren müssen, nach wörtlicher Auslegung sogar schon spätestens am 3. Oktober. Um es vorwegzunehmen: Ich komme noch immer nicht ins Internet, ich habe nicht einmal die Zugangsdaten zugeschickt bekommen. Es kommt aber noch schlimmer.

Wegen des frühen Bestelltermins im Juli fragte ich sicherheitshalber eine Woche vor Abschaltung meines 1&1-Zugangs bei der kostenlosen Telekom-Hotline 0800 33 01000 nach, ob mein Auftrag denn im System vorhanden sei und alles klappen würde. Die Antwort war sehr positiv, sodass ich tatsächlich nur mit einer Woche Ausfall des Internetzugangs rechnete.

Am 02.10. hatte ich noch immer keine Zugangsdaten für das Internet vorliegen, sodass ich die besagte Hotline erneut anrief. „Tut mir leid, aber 1&1 hat noch Ihren DSL-Port blockiert und erst zum 06.10. wird dieser frei. Vorher können wir nicht tätig werden.“. Warum eigentlich hat 1&1 über meinen Telefonanschluss zu bestimmen? Also eine Woche länger warten.

Tatsächlich ändert sich im Laufe des 06. Oktober der Log-Eintrag in meinem DSL-Modem. Während es zuvor noch „Permission denied – test user“ (also „Zugriff verweigert, überprüfe Nutzer(-daten)“) hieß, kam nun ein „PPPoE-Fehler“. Also war ich guter Dinge. Man könnte es aber auch naiv nennen.

Nachdem am Mittwoch, 08. Oktober, noch immer keine Zugangsdaten da waren, rief ich wieder mal an. Erst wurde der Auftrag nicht gefunden, dann im Archiv doch noch und die sofortige Aufnahme versprochen. Der Kollege, der die Rücktransfers zurück zur Telekom bearbeite, werde mich schnellstens anrufen. Was übrigens nicht kam, war der Anruf. Und was ebenfalls nicht kam, waren meine Zugangsdaten zum Internet.

Montag 13.10., mein dreiwöchiger, wohnungssanierungsundumbaubedingt arbeitsreicher „Erholungsurlaub“ war zu Ende. In der üblichen Mittagsrunde mit den Kollegen kam man auch auf diesen Fall zu sprechen. Ein Kollege aus der Nachbarstadt erzählte mir von seinen Problemen beim Umzug von 1&1 zur Telekom – auch er hatte seinen 1&1-Zugang zum 27.09.2008 gekündigt, hatte aber das Glück, bereits am 06.10. mit der Telekom online gehen zu können – dafür aber nur mit DSL 6000 statt des bestellten (und auch vorher bei 1&1 existenten) DSL 16000 bei einer Verbindungsgeschwindigkeit von ca. 13000 kBit/s, weil die Telekom bei der Auftragseinarbeitung nicht den „C&S Comfort Plus“, sondern nur den „C&S Comfort“ in die Systeme eingab.

Übles schwanend, rief ich also gestern Nachmittag noch einmal bei der Telekom-Hotline an. Am Apparat war Frau R., und das erste mal hatte ich den Eindruck, dass da jemand sitzt, der seine Arbeit – und vor allem den Kunden – noch ernst nimmt und auch motiviert bei der Sache ist. Vermutlich ist sie noch neu im Geschäft, genauso vermutlich hatte sie noch nicht an der Telekom-internen Schulung „wie ignoriere ich die Probleme des Kunden und vertröste ihn erfolgreich“ teilgenommen 😉

Jedenfalls habe ich von ihr die Zusage erhalten, dass mein Anschluss nun am Freitag, 17.10. funktionieren würde, nachdem ich den ursprünglich von ihr genannten darauffolgenden Montag als inakzeptabel zurückwies. Aufgrund der Erfahrungen meines Kollegen bat ich sie, mir nochmals mitzuteilen, was im System vermerkt wäre: „Call & Surf Comfort Universal mit DSL-6000“.

*tilt*

Sie änderte das dann in den gewünschten, und auch von mir im Juli über die Website www.t-home.de bestellten Tarif „Call & Surf Comfort Plus Universal mit DSL-16000“ ab – schließlich hatte ich auch bei 1&1 diesen Zugang mit voller Geschwindigkeit und wollte ihn auch behalten. Jetzt könnten wir eigentlich der Dinge harren, die da noch kommen, wenn…

Ja, wenn ich nicht heute morgen einen Blick in das Logbuch meines DSL-Modems geworfen hätte. Denn während es gestern noch mit seinem Gegenüber ADSL2+ mit einer Verbindungsgeschwindigkeit von über 17000 kBit/s „gesprochen“ hatte (freilich ohne Internetzugang), synchronisierte es heute nur noch mit ADSL und einer Geschwindigkeit von rund 6000 kBit/s… Nun ja, bis Freitag können sie das ja noch fixen – allein, mir fehlt der Glaube. Ich werde hier jedenfalls über den Fortgang berichten.

Ein erstes Fazit sei an dieser Stelle erlaubt: Ich hatte bei 1&1 einigen Ärger. Wenigstens hatte ich mich richtig billig geärgert. Bei der Telekom habe ich ein – für heutige Zeiten – ziemlich hochpreisiges Produkt eingekauft, immerhin bin ich bereit, ihnen jeden Monat 53,95€ zu zahlen. Ich hatte sogar überlegt, auf VDSL-25 für 63,95€ oder gar VDSL-50 für 68,95€ upzugraden (beides bei mir aufgrund der Nähe zur Vermittlungsstelle als einer der wenigen Haushalte in Hameln mit voller Geschwindigkeit verfügbar). Für diesen Preis sollte man doch eigentlich erwarten, dass man sich nicht großartig über den Anbieter ärgern muss. Denn billig ärgern kann man sich da nicht – es ist ziemlich teuer. Mal sehen, ob – und wenn ja was – die Telekom sich als kleine Wiedergutmachung einfallen lässt.

Gottseidank habe ich ja noch einen UMTS-Zugang von E-Plus, sodass ich wenigstens Internetzugang habe – leider aber mit 384 kBit/s nur sehr langsam und hohen Latenzzeiten.

One thought on “2008 – Odyssee bei der Telekom”

  1. Find ich aber ärgerlich das sich die Telekom da so lange Zeit lässt. Aber noch viel schlimmer ist, ich wohne in einer Gegend mit miserabler DSL-Anbindung und wäre froh wenn ich nur ein wenig warten müsste für DSL 16000. Naja ich hab mir den bestmöglichen Tarif herausgesucht und bin trotzdem zufrieden.

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