Modellbahn auf Pump

Der österreichisch-deutsche Modellbahnhersteller Roco bewirbt mit dem Taschengeldtarif nun eine Möglichkeit, Modelleisenbahnfahrzeuge auf Kredit mit einer Laufzeit von bis zu 72 Monaten (in Österreich 60 Monaten) zu kaufen.

Ich frage mich: Ist es wirklich schon so schlimm, dass man sich sein Hobby durch Banken teuer finanzieren lassen muss? Klar, es gibt Bereiche, da geht es ohne Darlehen fast nicht, z. B. bei Immobilienfinanzierungen. Auch habe ich durchaus Verständnis dafür, wenn jemand dringend ein Auto benötigt, dieses aber finanzieren muss (auch wenn ich zur Barzahlerfraktion gehöre). Aber bei einem Hobby, zumal die Modelle von Roco eher noch zur preiswerteren Natur gehören, fehlt mir irgendwie jedwedes Verständnis für einen Kauf auf Pump. Wer soetwas nötig hat, wird wohl schon bald die Hilfe von Peter Zwegat und Kollegen brauchen.

One thought on “Modellbahn auf Pump”

  1. Das mit der Finanzierung macht schon Sinn. Die Hersteller haben doch so gut wie kein Dauersortiment mehr. Das was in den Modellbahnläden liegt gehört zu einem gewisssen Umfang zu dem, was man als Ladenhüter bezeichnet. Beispiel 460 SBB , aber eine Lenz BR 66 habe ich in Gleichstrom noch nie bei einem Händler gesehen.

    So, und nun muss das Geld entweder präzise zu einem Termin da sein oder man kann nicht kaufen. Bei Vorbestellung noch schlimmer, da der Auslieferungstermin immer ungewiss ist.

    Das ist die Motivation seitens des Herstellers. Nur – und da schlägt die Alterspyramide wieder zu – ab einem gewissen Alter macht man keien Vorbestellungen mehr oder nimmt Kredite auf, weil das beides die Witwe „blechen“ muss.

Kommentare sind geschlossen.