Schnell und Schneller – von ISDN zu DSL2+

Alles ist relativ. Wahnsinn, was der Umstieg vom analogen Modem auf ISDN brachte.

Dann kam die damalige Deutsche Telekom auf die Idee, unter dem Namen T-DSL einen Feldversuch mit der neumodischen ADSL-Technik durchzuführen. Mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit von 768 kbit/s down konnte man im Internet surfen und mailen, für den Upload gab es immerhin 128 kbit/s, was immer noch doppelte ISDN-Geschwindigkeit bedeutete.

Zusätzlich zur T-DSL-Grundgebühr von 25,- DM kamen noch 99,- DM hinzu für den Internetzugang im Tarif „T-Online Speed 50“, der immerhin 50 Stunden im Monat enthielt. Wer an der Marktstudie teilnahm und jeden Monat einen Fragebogen ausfüllte, bekam diese 99 Mark erlassen.
Noch vor dem offiziellen Ende der Marktstudie führte T-Online, damals noch ein eigenständiges Unternehmen, die Flatrate für DSL, ISDN und Analogmodem ein. Wenn ich mich recht erinnere, kostete diese nur 79,- DM. Später kam dann eine reine DSL-Flatrate für 49,- EUR heraus, wenig später wurde die auch mit ISDN und Modem nutzbare Flatrate eingestellt.

2002 – oder war es 2003? – wurde es dann schneller. Aus T-DSL wurde T-DSL 1000 und die Geschwindigkeit auf 1024 kbit/s down aufgedreht. Zusätzlich gab es die neuen Geschwindigkeitsstufen T-DSL 2000 (2048 kbit/s down, 184 kbit/s up) und T-DSL 3000 (3036 kbit/s down, 384 kbit/s up). Später wurde dann aus 3000 glatte 6000, wobei sich der Downspeed leider nicht ganz verdoppelte: Mit 586 kbit/s war aber auch der ganz beträchtlich.

DSL2+ mit T-Com und 1&1 3DSL
Nun, heute war für etwa eine Minute die Sync weg und damit auch mein DSL 6000, welches mittlerweile nicht mehr auf den Namen T-DSL hört, sondern auf „1&1 3DSL„. Nachdem die FritzBox wieder das DSL-Signal gefunden hat, konnte man den Grund erkennen: Meine Leitung wurde an einen neuen DSL2+-DSLAM gehängt. Fast möchte man schon meckern, weil die T-Com softwaremäßig auf 16000 down und 1074 up drosselt, aber zumindest im Downspeed gab es schon (insbesondere in der Hauptnutzungszeit) viele Internetserver, die diese Geschwindigkeit gar nicht mehr angeboten haben. Insofern ist es nicht schlimm, dass „nur“ 16000 kbit/s down zur Verfügung stehen. Aber, liebe T-Com, den Upspeed hätte ich gern ein wenig schneller. Die Leitung gibt ja noch mehr her…